Progressiv

FinTech Avuba vor dem Aus

FinTech Avuba vor dem Aus

Nach der Pleite des Berliner FinTech-Startups Cookies gibt jetzt das zweite Berliner Unternehmen innerhalb eines Monats auf: Avuba hat Insolvenz angemeldet.

Ursprünglich hatte Avuba vor, der Smartphonebank N26 Konkurrenz zu machen. Begonnen hat alles mit einer App für Überweisungen unter Freunden via Smartphone.

Unübersichtliche Gesellschafter

Dies war ein Konzept, das sich jedoch nicht wirklich durchsetzen konnte und deshalb im Sommer 2015 eingestellt wurde. Die Avuba-App wurde anschließend gründlich überarbeitet und ging mit zusätzlichen Funktionen, unter anderem der Möglichkeit von Zahlungen per Kreditkarte, in den Relaunch. Das Neukonzept scheiterte ebenso. Nun wird in Kürze allen Kunden gekündigt und der Betrieb der App soll bis Ende Januar 2017 komplett eingestellt werden, so Gründer Jonas Piela gegenüber dem Magazin Gründerszene.

Avuba, das von Piela gemeinsam mit Oliver Lukesch gegründet wurde, musste bereits Mitte November Insolvenz anmelden. Als Hauptgrund gilt die Zurückhaltung der Investoren aufgrund einer „Unübersichtlichkeit“ von Gesellschafterkreis und Verträgen.

Traditionsbanken holen Abstand auf

Die Fälle Avuba und Cookies zeigen, dass es innovative FinTechs schwer haben, sich am Markt zu behaupten und zu bestehen. Denn den traditionellen Banken ist es aufgrund größerer Finanzvolumen möglich, schneller aufzuholen. So können seit Ende November auch die Kunden der Sparkassen und Volksbanken jeweils untereinander Geld verschicken. Die Sparkasse ergänzte ihre Kundenapp nach einem Update mit der neuen Zahlfunktion unter dem Namen „Kwitt“. Für Beträge unter 30 Euro wird nicht einmal mehr eine Transaktionsnummer benötigt. Die Sparkassen-App wird derzeit von rund 4,5 Millionen Kunden genutzt.

Das Startup Cookies wurde nach Insolvenz vom schwedischen Online-Bezahldienst Klarna gerettet, der die gesamte Technologie sowie 17 Mitarbeiter übernahm. Somit soll auch weiterhin das Bezahlen von Smartphone zu Smartphone Banken übergreifend möglich sein.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren
Wir benutzen Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.
Send this to a friend