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FDP hinterfragt Riester-Verfahren

FDP hinterfragt Riester-Verfahren

Die FDP fragt sich, weshalb nur ein geringer Teil der Bundesbürger die staatliche Riester-Förderung in Anspruch nehmen. Liegt es am schlechten Ruf oder am umständlichen Antragsverfahren?

Die liberale Bundestagsfraktion hat deshalb eine entsprechende Anfrage an die Bundesregierung gestellt.

Verfahren zu kompliziert

Die FDP befürchtet, dass die Anträge für das Riester-Zulagenverfahren zu kompliziert sind. Eine kleine parlamentarische Anfrage soll für Antworten sorgen. Tatsächlich lässt fast die Hälfte aller Riester-Sparer ihre staatlichen Zulagen verfallen. Die FDP möchte das Antragsverfahren wesentlich vereinfachen und die Riester-Förderungen dadurch populärer machen.

Zahlen von 2014

Zu Riester-Verträgen liegt der Politik eine aktuelle Statistik vor. Allerdings basiert die Statistik, aufgrund von vierjährigen Steuerfristen, auf Zahlen aus dem Jahr 2014. In diesem Jahr profitierten lediglich 53,8 Prozent der Riester-Sparer von den staatlichen Förderungen. 19,9 Prozent der Sparer erhielten nicht einmal die Hälfte ihrer zustehenden Zulagen.

Bürokratie-Nutzen-Verhältnis

Die FDP sieht den Grund dafür im hohen Verwaltungsaufwand und möchte deshalb durch die Anfrage wissen, wie die Bundesregierung das Verhältnis von Bürokratieaufwand und Nutzen für die deutsche Bevölkerung einschätzt.
FDP-Vorsitzender Christian Lindner fordert grundsätzlich von der Regierung, das Riester-Verfahren kritisch auf den Prüfstand zu stellen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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