Produktiv

Knip: Erstes europäisches Fintech verlässt die USA

Erster Fintech zieht sich aus den USA zurück

Bereits einen Tag nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten folgen die ersten wirtschaftlichen Konsequenzen. Das Fintech Knip verlässt die USA.

Neben zahlreichen anderen Technologie- und Finanzunternehmen strebte Knip die Expansion auf den Finanzmarkt USA an. Jetzt streicht das Fintech in Übersee seine Segel.

Keine geeigneten Rahmenbedingungen in den USA unter Trump

Gerade die durch Obamacare ausgebaute Krankenversorgung machte den Versicherungssektor in den USA für Fintechs interessant. Doch Donald Trump kündigte bereits während seiner Präsidentschaftskandidatur an, dieses Erbe des amtierenden Präsidenten Barack Obama umgehend abzubauen. Damit verliert dieser amerikanische Markt für Investoren nur jegliche Attraktivität, so Knip Gründer und CEO Dennis Just.

Keine Zukunft für die Knip-US-Tochter

Bereits als Trump seine Kandidatur ankündigte, schränkte Knip seine Aktivitäten in den USA ein, da diese Entwicklung vom Online-Makler mit Sitz in Berlin und Zürich kritisch gesehen wurde. „Nun haben wir uns schweren Herzens entschlossen, unser Engagement auf dem amerikanischen Markt zu beenden“, so Just. Für die US-Expansion sei eigens eine Tochter in New York gegründet worden.
Mit der Knip-App lassen sich Versicherungen digital verwalten. Die Expansion des Fintechs in Deutschland und der Schweiz soll unverändert weitergeführt werden.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

1 Comment

  1. Das ist ja an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Jetzt soll die Wahl Trumps dazu herhalten, dass den Fintechs dem unten stehenden Artikel nach die Kohle ausgeht. Schlimm, wenn sich Kunden auf solche Startups einlassen, die wie dort nachzulesen nur mehr aus Ihren Kunden „herausholen“ wollen. Beratung leisten die anderen! Absahnen wollen dann aber die Knips dieser Welt. Pfui Teufel!

    In einem Artikel auf gruenderszene.de aus August heißt es schon:

    Desaströse Zahlen bei Knip? Alles nicht so schlimm, sagt der Gründer

    …Nach einem Bericht der Handelszeitung sind die Download-Zahlen der App im Keller. Bis zu 90 Prozent weniger Downloads seien es im Juli in Deutschland und der Schweiz gewesen. Zudem soll Knip von einem „Personalexodus“ geschwächt sein. Der Produktchef, der Art Director, der Marketingchef und der Strategiechef haben das Unternehmen bereits verlassen, wird berichtet.
    …Die Expansion ins Ausland ist nicht zuletzt deswegen erst einmal verschoben. „Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 fokussieren wir uns nicht auf Internationalisierung“, sagt Just. Die Standorte in Paris und New York bestehen aber weiter. Dort ist Knip nicht operativ aktiv, sondern sondiert lediglich den Markt. Um allein in Deutschland und der Schweiz rentabel zu sein, braucht das Startup zwischen 50.000 bis 60.000 aktive Nutzer pro Land. Ob das gelingt, ist fraglich. Knip soll nach den Plänen von Just die bestehenden Kunden deswegen stärker binden: „Wir werden künftig weniger Kunden akquirieren“, räumt Just ein, „aber wir versuchen, aus den Kunden mehr herauszuholen.“

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