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ERGO plant flächendeckenden Fonds-Vertrieb

ERGO plant flächendeckenden Fonds-Vertrieb

Etwa 3000 Vertreter der ERGO vermitteln bereits Fonds – rund 6000 weitere sollen noch folgen. Der Düsseldorfer Versicherer möchte angeblich seine Investmentprodukte flächendeckend vertreiben.

Mit einer umfangreichen Schulungsinitiative möchte der ERGO-Konzern seine Vermittler für das Investmentgeschäft aufstellen.

Attraktive Alternative in Zeiten des Niedrigzins

Damit soll der Vertrieb des Konzerns über Rahmenbedingungen verfügen, künftig Investmentprodukte flächendeckend zu vertreiben, wie eine Konzern-Sprecherin eine Anfrage von FONDS professionell beantwortete. Gerade in Zeiten von Niedrigzinsen können Investmentfondsprodukte attraktive Alternativen der Altersvorsorge und als Geldanlage sein. Momentan arbeiten rund 9000 Vermittler für den ERGO-Konzern, davon verfügt etwa ein Drittel über eine Erlaubnis als Finanzanlagenvermittler nach Paragraf 34f der Gewerbeordnung. Diese Lizenz ist Voraussetzung, um Fonds zu vermitteln. Die restlichen 6000 Vertreter sollen noch eine entsprechende Schulung und anschließende Zulassung erhalten.

Fonds-Vertrieb unter „Haftungsdach“

Überwiegend werden die ERGO-Vermittler auf Fonds der MEAG zurückgreifen, die (wie auch der ERGO-Konzern selbst) zum Munich-Re-Konzern gehören. Diese Fondspalette würde so aufgestellt werden, dass für alle Kundenbedürfnisse entsprechende Produkte angeboten werden können.
Langfristig möchte die ERGO allerdings ein eigenes Finanzdienstleistungsinstitut, ein sogenanntes „Haftungsdach“, etablieren, unter dem die eigenen Vertreter ihr Investmentgeschäft abwickeln können. Dadurch wird es den Vermittlern erleichtert, ihre regulatorischen Vorgaben einzuhalten. Zurzeit bieten sieben deutsche Versicherer ihren Vertretern ein solches „Haftungsdach“ an.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

1 Comment

  1. Ist das ein Witz? Soll das die Antwort auf die Frage sein, wie man ein totes Pferd wieder zum Leben erweckt? Leute, wir verlieren mit der ERGO einen Marktteilnehmer, der nun wirklich die besten Chancen im Hinblick auf Kapitalkraft und Größe hatte. Durch konsequente Führungsschwäche der letzten 20 Jahre ist keine Abkehr vom Ruin mehr möglich. Da kann man sich die Schulungskosten für die MEAG-Fonds (weitestgehend unverkäuflich) wirklich sparen. Ich meinte, die ERGO ist eine Versicherung, ein mutiger Risikoträger mit tragfähigem Geschäftsmodell? Sie sollte sich auf die professionelle Übernahme von Risiken beschränken. Ich fürchte jedoch, es ist auch dazu schon zu spät. R.I.P. ERGO

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