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Erfreuliche Bilanzen bei der GKV

Erfreuliche Bilanzen bei der GKV

Obwohl sich die Bilanzen der gesetzlichen Krankenkassen 2016 verbessert haben, sollen die Zusatzbeiträge zumindest einiger Kassen steigen.

Da die Ausgaben der Kassen je Versicherten nur sehr moderat angestiegen sind und eine relativ gute Konjunktur bestand, konnte die Finanzlagen der Versicherer allgemein verbessert werden. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums handelte es sich dabei um den niedrigsten Anstieg seit 2012. Insbesondere der Anstieg bei Arzneimitteln war mit 2,8 Prozent besonders niedrig.

Überschüsse der Bilanzen werden weiter ansteigen

Insgesamt konnten die 117 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland bereits bis Ende September 2016 einen Finanzüberschuss von 1,55 Milliarden Euro erwirtschaften. Das entspricht einer Verdreifachung zum Halbjahresplus des dritten Quartals von 589 Millionen Euro. Bis zum Jahresende wird mit einem weiteren Überschuss gerechnet.
Grundsätzlich werden deshalb die Kosten für die meisten Versicherten in den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) 2017 konstant bleiben. Den größten Überschuss erzielten die Ersatzkassen mit der Techniker Krankenkasse und der Barmer GEK, gefolgt von der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK), den Betriebskrankenkassen (BKK), der Knappschaft-Bahn-See sowie der landwirtschaftlichen Krankenversicherung. Verlierer sind lediglich die Innungskrankenkassen (IKK) mit einem Defizit von sieben Millionen Euro.

Spitzenverband der GKV versucht Euphorie zu dämpfen

Florian Lanz, Sprecher des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, beklagte sich hingegen darüber, dass ohne die geplanten Sonderzahlungen die Einnahmen der Versicherer 2017 deutlich unter den Ausgaben liegen würden. Bei den Sonderzahlungen handelt es sich um Fonds-Reserven, die von der Bundesregierung beschlossen wurden. Unter anderem sollen damit die Versicherungskosten für Flüchtlinge abgefedert werden.
Die Metzinger BKK gehört jedoch zu den wenigen gesetzlichen Kassen, die die Zusatzbeiträge von 0 auf 0,3 Prozent erhöhen wird, dabei aber weiterhin zu den günstigsten Anbietern gehört. Zusatzbeiträge werden aber auch bei der IKK Brandenburg-Berlin (um 0,29 Prozentpunkte) und bei der BKK Faber-Castell & Partner (0,15 Prozent) leicht erhöht. Einen detaillierten Überblick über bereits genehmigte Änderung bietet eine Tabelle auf krankenkassen.de.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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