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Effektiv im Alter lernen

Effektiv im Alter lernen

Wer sich an neue Regeln halten muss, sollte über Lernbereitschaft und Merkfähigkeit verfügen. Gerade in Zeiten technologischer Umbrüche und neuer Regulierungen wird auch von erfahrenen Vertriebsprofis verlangt, sich zur ständigen Weiterbildung zu verpflichten.

Je länger jedoch Studium, Ausbildung und Schulabschluss zurückliegen, umso schwieriger empfinden Erwachsene das Lernen. Es gibt jedoch Strategien, sich das Lernen im Alter zu erleichtern.

Mit Spaß lernen

Wer lernen „muss“, sollte erst einmal lernen zu „wollen“. Denn wer lernen will, dem fällt das Lernen umso leichter. Wer gemeinsam mit anderen lernt, kann auch nach langjähriger Pause wieder „Lernspaß“ empfinden. Am schnellsten geht dies in der Gruppe. Denn beim Gruppenlernen kann der Stoff wesentlich leichter visualisiert, also begriffen werden, da gemeinsame Ziele verbinden. Die Planung mit Gleichgesinnten ist auch einfacher, denn gerade wer aus beruflichen Gründen lernen muss, hat die Möglichkeit, eine Lerngruppe zu organisieren und feste Termine zu planen.

Gruppen erleichtern lernen

Wissenschaftler haben die positiven Effekte der Gruppenarbeit nachgewiesen. So bleibt Lernstoff nachhaltiger präsent, über den wir aktiv sprechen. Lerneinheiten, die wir nur lesen oder hören, vergessen wir schneller. Doch Lernstoff lässt sich noch weiter optimieren, wenn die Inhalte strukturiert aufgenommen werden. Verschiedene Themen verwirren und verdrängen neu gelerntes, besonders wenn es der Stoff aus völlig konträren Bereichen kommt. Besser ist es also, sich pro Lerneinheit auf ein einziges Thema zu konzentrieren: heute Mathe – morgen Englisch, übermorgen technisches – darauf den Tag nur rechtliches.

Von Wiederholungen profitieren

Lerninhalte können nur verfestigt werden, wenn der Lernstoff regelmäßig wiederholt wird. Wer seine Lektionen regelmäßig wiederholt, vermeidet die drückende Panik, die sich unmittelbar vor Prüfungen einstellt. Wiederholungen können, das ist der Vorteil gegenüber der Gruppenarbeit, auch jederzeit alleine vorgenommen werden. Hilfsmittel aller Art sind dazu erlaubt: Karteikarten, Notizblöcke, Spickzettel. Und sogar noch mehr, denn bei Wiederholungen bestimmter Stoffe sind wir nicht zwingend auf unser Lernmaterial angewiesen. Im Internet gibt es zu fast allen erdenklichen Wissensgebieten und Themen alternative Lernquellen wie Podcasts, Tutorials oder Anleitungsvideos via YouTube.

Bewegung fördert die Konzentration

Und für Lernwiederholungen müssen wir uns nicht unbedingt zurückziehen oder hinter dem Schreibtisch verstecken. Viele Lerninhalte lassen sich auch während des Sports oder im Rahmen von Haushaltsarbeiten visualisieren und abrufen. Angeblich soll sich Bewegung sehr positiv auf den menschlichen Geist auswirken. Man kann also auch joggen und lernen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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