Produktiv

eBay-Auktion: Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Weg und doch meins! Doof gelaufen ist eine eBay-Aktion für einen privaten Autoverkäufer. Der PKW-Eigentümer stellte seiner Zeit seinen Wagen mit dem Mindestgebot „1 Euro“ auf die Handelsplattform. Bereits nach wenigen Minuten wurde dieser Euro durch einen potenziellen Käufer geboten.

Der Autobesitzer entschied sich jedoch dafür, die laufende Internetauktion abzubrechen, um seinen Wagen anderweitig für 4.200 Euro zu verkaufen. Der Höchstbietende wollte dies nicht auf sich sitzen lassen und ging vor den Bundesgerichtshof. Dieser entschied nun „pro Bieter“. Der ehemalige KFZ-Eigentümer muss nun Schadenersatz zahlen. Laut Gericht sei das alte Sprichwort „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ auch unbedingt auf Online-Versteigerungen anzuwenden.

Wer somit seine Ware ins Netz stellt, gibt ein verbindliches Angebot ab. Ein Kaufvertrag mit dem Höchstbietenden kommt somit im Regelfall zustande – selbst wenn dieser nur das Mindestgebot von einem Euro bietet. Ausnahmen sind beispielsweise dann gegeben, wenn die angebotene beschriebene Ware innerhalb der Aktion beschädigt worden wäre.

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