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Dread-Disease-Nischenlösungen auf dem Vormarsch

Dread-Disease-Nischenlösungen auf dem Vormarsch

Die Nischenlösung „Keyman-Schutz“ im Bereich des Schwere-Krankheiten-Schutz (Dread-Disease) wird immer beliebter. Grund für den Trend hin zur Rentenzahlung oder Einmalleistung ist die andauernde Niedrigzinsphase. Dennoch bleibt der Markt in diesem Bereich äußerst überschaubar.

Viele Versicherer versuchen, das Image der Dread-Disease-Versicherungen aufzupolieren.

Vom Fachkräftemangel zur Pleite

Aufgrund der Niedrigzinsphase, in der Kapitalleistungen sehr unattraktiv sind, geht der Trend bei Dread-Disease-Versicherungen eindeutig in Richtung Rentenzahlung. Aber auch der „Keyman-Schutz„, der bei Ausfall von Führungskräften das Betriebsrisiko durch Einmalzahlung mindert, wird immer beliebter. Makler, die in dieser Nische vermitteln, sehen die Gründe der guten Geschäfte im externen Fachkräftemangel vieler Branchen. Wenn die Stellen leitender Angestellter und Experten, für die kurz bis mittelfristig nur unter großem finanziellen Aufwand Ersatz zu finden ist, durch Krankheit oder Tod unbesetzt bleiben, droht manchen Unternehmen eine erhebliche betriebliche Gefahr – vom Projektausfall bis zum Firmenruin.

Markt ist übersichtlich

Doch der Markt für Dread-Disease-Versicherungen inklusive „Keyman-Schutz“ ist übersichtlich. Nur bei der Canada Life, Gothaer, Nürnberger, Prisma Life und der Eagle Star (Zurich Life) lässt sich als „Keyman-Schutz“ eine Kapitalsumme absichern. Die Bayerische bietet mit „Multi-Protect“ nur noch eine Rente an. Grund: Im privaten Bereich ist fast nur eine wiederkehrende Leistung attraktiv. Eine Kapitalleistung überfordere Privatkunden, dieses Geld dann auch sinnvoll anzulegen.

Sachgerechte Ermittlung der Versicherungssumme

Versicherungsfachleute raten bei der Beratung zum „Keyman-Schutz“ zur sachgerechten und realistischen Ermittlung der Versicherungssumme auf Grundlage einer korrekten Wertermittlung für die Weiterführung, bzw. Abwicklung des Unternehmens im schlimmsten Fall. Dabei darf auch nicht die private Situation der Hinterbliebenen vergessen werden.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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