Produktiv

Digitalisierung: „gelber Schein“ verschwindet

Digitalisierung: "gelber Schein" verschwindet

Auf die gelbe „Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung“, im Krankheitsfall für Arbeitnehmer obligatorisch, müssen künftig Arbeitnehmer, Unternehmen und Krankenkassen verzichten.

Der Bundestag hat im Zuge ihrer „Digitaloffensive“ entschieden, das Dokument durch eine digitale Bescheinigung zu ersetzen.

Entlastung der Wirtschaft

Jeder Arbeitnehmer, der von seinem Arzt krankschreiben wurde, erhielt bisher einen „gelben Schein“ zur Vorlage bei seiner Krankenkasse und dem Arbeitgeber. Im Rahmen neuer Gesetze zum Bürokratieabbau und Entlastung der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie gibt es nun eine Neuregelung für gesetzliche Krankschreibungen.

Krankenkassen informieren Arbeitgeber

Nach dem jetzt beschlossenen Entwurf eines umfangreichen Gesetzpaketes werden ab dem Jahr 2021 Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen von den Ärzten nur noch elektronisch an die Krankenkassen des Patienten übermittelt. Die Krankenkassen informieren dann die Arbeitgeber über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit. Ziel dieser Änderung ist es, die Unternehmen und ihre Mitarbeiter erheblich zu entlasten.

Infrastruktur soll bis 2021 stehen

Die dazu notwendige technische Anbindung der Vertragsärzte an die IT-Strukturen der Kassen soll flächendecken bis zum 1. Januar 2021 abgeschlossen sein – wenn der Bundesrat diesen Reformen zustimmt. Die geplanten Gesetznovelle soll Wirtschaft und Bürger um jährlich mehr als 1,1 Milliarden Euro entlasten.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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