Produktiv

Die vernachlässigte Selbstverständlichkeit

Die vernachlässigte Selbstverständlichkeit

Unter Teamarbeit wird die ausgewogene Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen einer Gruppe von Mitarbeitern unterschiedlicher Tätigkeiten verstanden, die durch dasselbe produktive Ziel verbunden sind. Zu diesem Team gehört auch der Chef.

Ein guter Chef hält das Team zusammen, motiviert ist ein Leistungsmotor und nicht zuletzt entscheidend für das Betriebsklima.

Grundsätzlichkeiten gegen Stimmungsschwankungen

Ein optimaler Chef trägt nicht nur die symbolische Verantwortung eines Unternehmens. Er setzt das Niveau des Arbeitsklimas sowie der internen Kommunikation fest und behält die konzeptionelle Übersicht. Er überwacht die Produktion, aber nicht die Mitarbeiter. Damit keine Missverständnisse aufkommen oder die Stimmung unter den Mitarbeitern nicht kippt, sind wichtige Aspekte zu beachten.

Ein „Dank“ ist kein überflüssiger Standard

Während sich viele Vorgesetzten regelmäßig bei ihren Mitarbeitern bedanken, denken andere nicht daran. Die Ausgestaltung des Arbeitsvertrages und der allgemeine Ernst der Lage erlaubt keine überflüssigen Standards. Und der Dank des Unternehmens, dass sich der Mitarbeiter ausgerechnet dort für eine Stellenbewerbung entschieden hat, wurde ja bereits anlässlich des Vorstellungsgespräches geäußert.

Dank sorgt für Gesundheit

Dennoch empfehlen Unternehmensberater allen Chefs, sich stets bei ihren Mitarbeitern zu bedanken. Kein Vorgesetzter sollte es versäumen, sich täglich zum Feierabend bei seinem Team für den Arbeitstag zu bedanken. Ein Dankes-Ritual macht Sinn, erreicht auch diejenigen, die ständig gute Leistungen erbringen und fördert das Betriebsklima: Untersuchungen haben ergeben, dass dabei ein niedrigerer Krankenstand zu verzeichnen ist.

Dank ist Leistungsantrieb

Ein Dank drückt Wertschätzung und Achtung aus. Bei Mitarbeitern wird so das Empfinden gestärkt, einen durchaus wichtigen und nicht zu unterschätzenden Beitrag für die Gruppe, das Team und das Unternehmen zu leisten. Was wiederum als eine Art Leistungsantrieb wirkt: Ein Mitarbeiter, der sich als fester, integrierter Teamplayer erkennt, hat überhaupt kein Interesse, an einem Arbeitstag zu fehlen.

Dank ist individuell

Firmen, die ihre Mitarbeiter nach dem Slogan „Keine Kritik ist auch schon Lob“ führten, sollen bereits alle Konkurs gegangen sein. Der Dank sollte aber nicht irgendwann zu einer Floskel verkommen, sondern durchaus versachlicht werden. Nicht einfach „Danke“, sondern zum Beispiel: „Vielen Dank, dass wir uns immer auf Ihre Kompetenz verlassen können!“ Ebenso ist es für Mitarbeiter ratsam und klug, sich auch beim Chef sachbezogen zu bedanken. Zeigt der Chef ein hohes Maß an Vertrauen, kann dies durch einen entsprechenden Dank durchaus anerkannt werden. Der Chef stellt damit dann auch fest, dass der Mitarbeiter durchaus „etwas gemerkt“ hat und sich dieses Kompetenzbeweises bewusst ist.

Dank ist Ehrlich

Besonderer Dank ist aber auch unter den Mitarbeitern angebracht. Insbesondere sollte man besonders jenen Kollegen danken, die ständig etwas tun, was eigentlich überhaupt nicht zu deren Kernaufgaben gehört. Wenn der jüngere Kollege den Älteren bei komplizierten Office-Einstellungen hilft, wenn die Sekretärin bereits der Buchhaltung zuarbeitet: Ein ehrlicher Dank auf Augenhöhe fördert die informelle Zusammenarbeit.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.

Send this to a friend