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Die vergessene Zielgruppe

Die vergessene Zielgruppe

Beamte sind für Versicherungsvermittler eine sehr attraktive, dennoch vergessene Zielgruppe. Gründe dafür liegen in den besonderen arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Rahmen, in denen sich Beamte befinden.

Weiterbildungsmaßnahmen vermitteln Kenntnisse und sorgen dafür, diese Zielgruppe künftig effektiv zu erschließen.

Überdurchschnittliche Einkommen bei sicheren Arbeitsplätzen

Eine sehr interessante, dennoch eher vergessene Zielgruppe für Versicherungsvermittler ist die Gruppe der Beamten, Soldaten und Richter. Dazu gehören immerhin über 1,8 Millionen Menschen in Deutschland. Eine Zielgruppe, die über ein überdurchschnittliches Einkommen und über gesicherte Arbeitsplätze verfügt. Außerdem zeigen Beamte, zumindest laut Statistiken, ein sehr hohes Interesse an Finanz- und Versicherungsprodukte.

Besondere Rechte, besondere Pflichten

Wichtig für Vermittler, die in dieser Zielgruppe erfolgreich tätig sein wollen, ist neben fundiertem Fachwissen auch ein besonderes Fingerspitzengefühl hinsichtlich der Kundenberatung. Das Fachwissen beginnt bereits bei den rechtlichen Rahmenbedingungen, die bei Beamten vorliegen. Beamte unterliegen nicht, wie reguläre Arbeitnehmer, arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Regelungen, sondern für diese Gruppe gelten besondere Beihilfen, Maßnahmen der Heilfürsorge und Dienstunfähigkeit sowie hinsichtlich der Pensionen.

Weiterbildung beseitigt Verunsicherungen

Das entsprechende Fachwissen können sich Versicherungsvermittler durch Weiterbildungsmaßnahmen erwerben. Einige Weiterbildungsunternehmen bieten in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) moderne Weiterbildungen bis zum Kompaktstudium „Berater/in Öffentlicher Dienst (IHK)“ an. Häufig bestehen diese Seminare aus einer Mischung von Präsenztagen, Online-Live-Seminaren und einem Teil im Selbststudium. Der Anbieter Perspectivum bietet eine solche Weiterbildung in Kooperation mit der Weiterbildungsgesellschaft der IHK Bonn/ Rhein-Sieg mbH an.

Lücken ermitteln und optimalen Schutz analysieren

Norbert Lamers, der Inhaber von Perspectivum, betont, dass diese Weiterbildung das notwendige fachliche und methodische Rüstzeug vermittelt, sich diese attraktive Zielgruppe zu erschließen. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über alle relevanten beamtenrechtlichen Regelungen und sind anschließend in der Lage, Versorgungslücken zu ermitteln und einen bedarfsgerechten Versicherungsschutz zu analysieren.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

3 Kommentare

  1. Ja Beamte sind wirklich eins sehr interessante Zielgruppe. Nicht umsonst haben wir uns seit Anfang 2011 auf diese Zielgruppe spezialisiert und bieten dort umfangreiche Leistungen an. Insbesondere sind Beamte auch aufgeschlossen gegenüber online Beratungen, so dass es möglich ist bundesweit tätig zu sein. Leider gibt es jedoch auf Seiten der Versicherer nur sehr wenige Anbieter die sich gerade im Bereich der Krankenversicherung oder auch der Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte gut auskennen. Man landet meistens bei denselben 2-3 Anbietern. Der Beamte hat hier deutlich weniger Auswahl als es in der Privatwirtschaft der Fall ist.

  2. Also für die private Krankenversicherungen gelten Beamte überhaupt nicht als „vergessen“. Immerhin machen Beamte fast die Hälfte ihrer Versicherten aus. Insbesondere Debeka, HUK und DBV sind seit vielen Jahren in dieser Zielgruppe sehr aktiv. Inzwischen haben auch weitere Anbieter entdeckt, wie attraktiv Beamte als Kunden sind. Ich selbst berate seit über 20 Jahren private Krankenversicherung und somit auch Beamte und Beamtenanwärter. Es stimmt, zunächst verlangen Beamte vielleicht etwas anspruchsvollere Beratung, aber dann gelten sie als treue Kunden. Wir von fairbeamtet.de beraten inzwischen seit 6 Jahren fast ausschließlich Beamte und Anwärter. Alles online und bundesweit. Besonders beliebt sind unsere Videos bei YouTube.

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