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Deutsche Ermittlungen gegen US-Versicherer

Deutsche Ermittlungen gegen US-Versicherer

Nachdem 2015 der US-Versicherer AIG aus dem Versicherungsgeschäft für Angehörige der US-Streitkräfte in Deutschland ausstieg, wurden zahlreiche Vermittler arbeitslos.

Nach entsprechenden Strafanzeigen ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen die AIG.

Vertreter des US-Versicherer fühlen sich geprellt

Insbesondere ist der Deutschland-Chef des US-Versicherungskonzerns „American International Group (AIG)“ in das Visier staatsanwaltlicher Ermittlungen geraten. Laut einem Artikel in der „Süddeutschen Zeitung (SZ)“ geht es dabei um die Strafanzeigen der Vermittler. Die fühlen sich um einen Großteil ihrer Vertriebsprovisionen geprellt, die ihnen noch durch den Vertrieb von Policen an US-Soldaten in Deutschland zustehen.

Durchsuchungen sind bereits erfolgt

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte Ermittlungen gegen den AIG-Manager Alexander Nafler sowie seinen Vorgänger, den ehemaligen AIG-Deutschland-Chef und früheren Chef-Buchhalter wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue. Dazu wurde die Deutschland-Zentrale der AIG in Frankfurt sowie die Privatwohnung von Alexander Nagler durchsucht worden. Hintergrund ist der Ausstieg der AIG aus dem Versicherungsgeschäft mit Militärangehörigen 2015. Die AIG-Policen wurden exklusiv im Bereich der PKW-, Hausrat- und sonstigen Versicherungen innerhalb der US-Militärstandorten in Deutschland vertrieben worden.

Provisionsansprüche kleingerechnet

Die nun arbeitslosen Versicherungsvertreter beklagen sich unter anderem darüber, dass die AIG die zustehenden Provisionsansprüche kleingerechnet habe. Daraufhin haben drei der Betroffenen Strafanzeige gestellt. Mittlerweile hält der ins Trudeln geratene amerikanische Versicherungskonzern seinen Schwerpunkt im Bereich der Industrieversicherungen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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