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Deutlicher Beratungsbedarf bei Risikoleben

Deutlicher Beratungsbedarf bei Risikoleben

Deutsche haben erheblichen Bedarf bezüglich Risikolebensversicherungen. Nach einer DELA-Studie weiß jeder Zweite nichts über realistische Absicherungssummen und unterschätzt seinen persönlichen Vorsorgebedarf.

Dadurch besteht für Makler und Vermittler ein hohes Beratungs- und Vertriebspotenzial.

Wissenslücken und erheblicher Vorsorgebedarf

Obwohl den meisten Menschen die Absicherung ihrer Partner und Familie nach ihrem eigenen Todesfall sehr wichtig ist, bestehen dennoch erhebliche Wissenslücken und ein enormer Vorsorgebedarf. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der DELA Lebensversicherung, zu der 1.000 Personen zwischen 30 und 69 Jahren befragt wurden.

Finanzielle Risiken oft nicht bewusst

Das Ergebnis zeigt, dass sich die meisten Menschen über die finanziellen Risiken des eigenen Ablebens (oder dem des Partners) überhaupt nicht bewusst sind. Befragt nach dem eigenen Risikoempfinden, steht der eigene Tod bei vielen Menschen nicht im Vordergrund. Vergleichbare Themen wie Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit werden hingegen als deutlich höhere Risiken bewertet.

Makler und Vermittler in der Pflicht

Walter Capellmann, Hauptbevollmächtigter der DELA Lebensversicherung Deutschland, ist davon überzeugt, dass Themen wie Risikoleben zum festen Bestandteil einer Vorsorgeberatung gehören sollte. Er sieht Makler und Vermittler in der Pflicht, ihre eigenen Kunden für dieses Thema zu sensibilisieren und ihre Vorsorgelücken optimal zu erkennen und schließlich zu schließen. Die DELA, die erst im Frühjahr 2018 in den deutschen Markt trat, hat ihren Schwerpunkt auf Risikolebensversicherungen gelegt.

Nur 20 Prozent haben vorgesorgt

Knapp 45 Prozent aller Befragten verfügt über keine Lebensversicherung, etwa 80 Prozent über keine Risikolebensversicherung. Wichtigste Anlässe, sich mit dem Abschluss einer Risiko-LV zu beschäftigen, wären beispielsweise der Kauf von Wohneigentum sowie Erlebnisse eines Todesfalls im unmittelbaren Freundes- und Verwandtenkreis. Kritisch sind auch die Studienergebnisse bezüglich der Vorstellung, wie hoch die Summe für Absicherungen von Partnern und Familie realistisch sein sollten.

Bedarf wird nicht erkannt

Erhebliche Unterschiede ergeben sich zwischen den abgeschlossenen Versicherungssummen für eine Risiko-LV sowie der Einschätzung des eigenen Vorsorgebedarfs. Schätzen die Befragten ihren Vorsorgebedarf ohne Risikoleben durchschnittlich auf rund 125.000 Euro, beziffern die Versicherer diesen Bedarf mit 175.000 Euro deutlich höher ein. Durchschnittlich schließen Versicherte ihre Vorsorge dann allerdings mit 150.000 Euro ab. Unter dem Strich schätzt die Mehrheit ihren Bedarf wesentlich zu gering ein oder haben gar keine Vorstellungen über den persönliche Vorsorgebedarf.

Haushalte mit Kindern

Auch wenn immer mehr Versicherte sich online informieren und abschließen, ist beim Abschluss einer Risiko-LV der persönliche Berater gefragt, den individuellen Absicherungsbedarf des Kunden zu ermitteln. Denn für mehr als 60 Prozent der Befragten ist eine persönliche Beratung vor Abschluss oder Entscheidung für ein Versicherungsprodukt wichtig. Die Studie zeigt auch, dass für das Interesse am Thema Risikoleben entscheidend höher ist, wenn Kindern im Haushalt vorhanden sind und wenn dort ein höheres Haushaltseinkommen vorhanden ist.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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