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Ein Fintech für Nachhaltigkeit

Ein Fintech für Nachhaltigkeit

Das neue Hamburger Fintech Tomorrow will keine weitere Direktbank neben N26, Revolut und fidor sein – sondern setzt einen Fokus auf Nachhaltigkeit. Kann eine Banking-App mit ökologischem Gewissen Erfolg haben?

Die Banklizenz wird von der Berliner Solarisbank zur Verfügung gestellt, die auch im Hintergrund alle Transaktionen abwickelt.

Bekannt durch Lemonaid und Charitea

Die drei Gründer von Tomorrow haben durchaus Erfolgserfahrungen: Jakob Berndt baute bereits sehr erfolgreich das Getränke-Startup Lemonaid auf, das mit dem Fairtraid-Bio-Eistee Charitea für mehrere Millionenumsätze sorgte. Doch nach fast zehn Jahren schien die Zeit reif, etwas Anderes zu machen.

Start im Juni geplant

Das Hamburger Fintech Tomorrow arbeitet momentan mit Hochdruck am Launch der Kundenkonten und erwartet, ab Juni die ersten Kunden zu bedienen. Dabei soll eine Zielgruppe erschlossen werden, der durchaus ökologische Verantwortung und Nachhaltigkeit wichtig ist. Durchaus ein Kundenkreis mit wirtschaftlichem Potenzial, denn immer mehr Menschen, denen „Bio“ und grüner Strom wichtig sind, müssen trotzdem konventionelle Banken nutzen.

Mit der Kreditkarte Bäume pflanzen

Tomorrow will das Geld ihrer Kunden ausschließlich in regenerative Energien, Elektromobilität und Biolandwirtschaft investieren. Anstatt Kundeneinlagen und Gebühren in Rüstungsindustrie, Kohlekraft oder Gentechnik fließen zu lassen, sollen nachhaltige Projekte unterstützt werden. Interessant bleibt die Frage, ob sich ökologische Projekte auch wirtschaftlich rentieren. Und ob das derzeit kleine Startup, bestehend aus drei Gründern, vier festen Mitarbeitern und einer Handvoll freien Mitarbeitern, sich gegen inhaltlich-ähnliche Konkurrenten wie die GLS-Ökobank durchsetzen kann.

Kurz vor dem Launch

Die größten Investoren der Hamburger sind Berlin Ventures sowie der Vitafy-Gründer Georg Bader. Momentan kann man sich direkt auf der Webseite des Fintechs für die Basis-Version des Öko-Kontos anmelden, welches derzeit noch kostenlos bleiben soll. Nach und nach sollen weitere Leistungen angeboten werden, die dann durch entsprechende Gebühren finanziert werden. Geschäftskonten sind derzeit nicht geplant.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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