Produktiv

Coya nimmt an Fahrt auf

Coya nimmt an Fahrt auf

Sechs Monate nach Launch der Coya AG zeigen sich die Verantwortlichen zufrieden. Ein privates Haftpflichtprodukt für Endkunden steht kurz vor dem Start, der Vertrieb mit Kooperationspartnern soll ausgebaut werden.

Geschäftsmodell gibt „keinen Anlass zur strategischen Richtungsänderung“.

BaFin-Zulassung noch kein Jahr alt

Obwohl erst im Juni 2018 die BaFin-Zulassung erfolgte, konnten bereits im Gründungsjahr zwei erste Produkte auf den Markt geworfen werden: Eine digitale Hausratversicherung sowie, zum Ende des Jahres, eine Fahrraddiebstahl-Versicherung. Und nach nur sechs Monaten wurden zum Jahresende Kundenzahlen im fünfstelligen Bereich verzeichnet werden – ohne das Coya eine größere Werbekampagne startete.

Verzicht klassischer Vertriebswege

Das dynamische Wachstum konnte sich nach Unternehmensangaben auch im ersten Quartal des Jahres 2019 fortsetzen. Thomas Münkel, Vorstandsvorsitzender der Coya AG, berichtete über monatliche Kundenzahlen im vierstelligen Bereich – inklusive der Mikroversicherungen. Ein Absatz, der ohne klassische Vertriebsstrukturen auskommt. Ganz bewusst verzichtet Coya zum Marktstart auf den Vertrieb seiner Versicherungsprodukte über Vermittler, Makler oder Vergleichsplattformen. Münkel betonte, den Kunden entscheiden zu lassen, was funktioniert.

Zwei Kanäle – zwei Zielgruppen

Die Versicherungsprodukte des jungen Unternehmens zielen auf zwei Gruppen. Die Gruppe der jungen, internetaffinen Endkunden zwischen 18 und 40 Jahren, soll über die eigene Webseite angesprochen und gebunden werden. Ein weiterer Vertriebskanal zielt auf Kooperationspartner, die Coya-Versicherungsprodukte mit eigenen Angeboten oder Dienstleistungen kombinieren und vertreiben sollen.

Kooperationspartnerschaften scheinen Erfolgsgarant

So besteht bereits eine Kooperationspartnerschaft mit einem privaten Zugbetreiber, der gemeinsam mit Coya eine „Pünktlichkeit-Versicherung“ anbietet. Kunden, die ihr Bahnticket bei diesem Unternehmen online buchen, können bei Verspätungen über diese Mikroversicherung einen situativen Versicherungsschutz wahrnehmen. Weitere Kooperation sind außerdem auch im Bereich des Konsumgütersektors angedacht, beispielsweise beim Kauf von Computern, Smartphones und Unterhaltungselektronik. Der Versicherungsvertrieb über Branchen ist bereits jetzt lukrativ und soll weiter ausgebaut werden.

Auf Nachhaltigkeit kommt es an

Vom Coya-Geschäftsmodell wären alle Beteiligten überzeugt. Gründe für eine strategische Richtungsänderung gäbe es keine. Allerdings kommt es dem Unternehmen auch auf Nachhaltigkeit an – und ob ein Konzept auch tatsächlich nachhaltig ist, zeigt sich erst nach einem längeren Zeitraum. Auch kein Problem würde darin bestehen, Investoren für eine neue Finanzierungsrunde zu finden. Denn das Interesse neuer Geldgeber an der Coya AG ist groß, wie Thomas Münkel stets betont.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.

Send this to a friend