Produktiv

Betriebsunterbrechungen durch mangelnden Cyberschutz

Betriebsunterbrechungen durch mangelnden Cyberschutz

Eine Umfrage unter Managern der Energiebranche ergab, dass Betriebsunterbrechungen als eine der schwerwiegendste Folge aus einem Cyber-Angriff angesehen wird. Der darauf basierende Report ging auch der Frage nach, wie derartige Szenarien künftig wirkungsvoll begegnet werden sollten.

Der Report des Industriemaklers und Risikoberater Marsh basiert auf Ergebnissen des Marsh-Microsoft Global Cyber Risk Perception Survey.

Minderheit hat wachsende Gefahren erkannt

Dieser Report analysiert die größten Schadensszenarien, die im Energiesektor durch Cyber-Angriffe nach Selbsteinschätzung der Branche entstehen können. Die befragten Manager erkennen für sich eine wachsende Bedrohung von Energielieferanten durch solche Attacken. Allerdings wurde auch betont, dass Betriebsunterbrechungen allgemein ein zunehmendes Risiko darstellen. Rund 26 Prozent der befragten Studienteilnehmer gaben an, dass ihr Unternehmen während der vergangenen zwölf Monate Ziel erfolgreicher Attacken war.

Mehrheit keine Ahnung über Cyberschutz

Mehr als die Hälfte der Befragten sehen das Cyberrisiko ihres Unternehmens auf einem der ersten fünf Plätze im Risikoranking ihres Unternehmensmanagements. Allerdings gaben über die Hälfte an, keinerlei Kenntnisse über mögliche Schadensszenarien zu haben, bzw. nicht in der Lage zu sein, eventuelle Schäden durch IT-Kriminalität realistisch zu beziffern. Allerdings erkannten 77 Prozent entsprechende Defizite und gaben an, künftig verstärkt in ihr Cyberrisikomanagement investieren zu wollen. 26 Prozent wollen sich um Cyberversicherungen kümmern oder ihren Versicherungsschutz erhöhen.

Der Leiter des Branchenteams Power bei Marsh Deutschland, Dr. Michael Härig, findet die Bereitschaft, stärker in den Cyberschutz investieren zu wollen erfreulich, hält jedoch für besorgniserregend, dass mehr als die Hälfte der Befragten ihr Risiko überhaupt nicht beziffern können. Derartige Unternehmen sollten sich gegen eventuelle Attacken auf ihre betriebliche Infrastruktur einstellen und dringend handeln.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.

Send this to a friend