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Bereit zur IDD-Umsetzung

Bereit zur IDD-Umsetzung

Jährlich mindestens 15 Stunden Weiterbildung – das sieht der Gesetzentwurf zur IDD-Umsetzung für Makler und Vermittler vor. Nähere Details dazu gibt es allerdings noch nicht.

Die Brancheninitiative „Gut beraten“ ist bereit und sich sicher, bis zum Stichtag alle gesetzlichen Formalien zu erfüllen.

Unklare Rahmenverordnungen

Vermittler werden durch die IDD-Richtlinie gezwungen, mindestens 15 Zeitstunden pro Jahr in berufliche Weiterbildungsmaßnahmen zu investieren. Details dazu sollen in einer Verordnung festgelegt werden. Doch diese Verordnung liegt zurzeit noch nicht vor – ob diese bis zum Stichtag am 23. Februar 2018 vorliegt, ist noch unklar. Dr. Katharina Höhn, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V., erklärte jedoch anlässlich der Vorstellung des BWV-Jahresbilanz 2017, unabhängig dieser Verordnung bereits jetzt alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen zu können.

Auch auf Innendienstler vorbereitet

Höhn erläuterte weiter, dass sich die Initiative „Gut beraten“ so positiv weiterentwickelt hat, dass man die gesetzliche Weiterbildungspflicht für alle Zielgruppen optimal nachweisen kann. Ein erforderlicher Weiterbildungsnachweis gemäß IDD-Anforderungen kann nun auch erstmalig für Innendienstmitarbeiter ausgestellt werden, die nun auch in die „Gut beraten“-Weiterbildungsdatenbank aufgenommen wurden. 2017 waren bei „Gut beraten“ insgesamt 131.443 Versicherungsvermittler registriert, was einen Zuwachs zum Vorjahr von 6,8 Prozent gleichkommt. Durchschnittlich investiert ein Vermittler rund 22 Stunden Weiterbildung jährlich.

Initiative wirbt für noch mehr Weiterbildung

Über die gesetzliche Weiterbildungspflicht hinaus ist die „gut beraten“-Zielsetzung eine freiwillige Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen von jährlichen 30 Stunden. Dafür wirbt auch Gerald Archangeli, der Vorsitzende des Trägerausschusses der Initiative „Gut beraten“ und Vizepräsident des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute. Die Brancheninitiative wird deshalb künftig zwei Arten von Weiterbildungsnachweisen ausstellen: einen Nachweis über die Erfüllung der gesetzlichen IDD-Mindestanforderungen sowie ein weiteres Zertifikat über die Erfüllung der höheren Qualitätsstandards von „Gut beraten“.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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