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Bedeutung des Nachfolgemanagements nimmt zu

Bedeutung des Nachfolgemanagements nimmt zu

Eine Studie zum Thema Unternehmensnachfolge in Maklerbetrieben hat ergeben, dass sich fast die Hälfte der befragten Betriebe noch nicht mit ihrer Nachfolgeregelung befasst hat. Dabei wurde die Dringlichkeit des Themas von den meisten durchaus erfasst.

Rund ein Drittel aller Makler sind aufgrund der eigenen Altersversorgung auf den Verkauf ihrer Betriebe angewiesen.

Vermittler-Durchschnittsalter hat zugenommen

Die Studie, die von den Versicherungsforen Leipzig in Kooperation mit der Berufsakademie Dresden durchgeführt wurde, unterstreicht die hohe Bedeutung des Themas Nachfolgemanagement. Im Gegensatz zu einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2014 hat diese Bedeutung aufgrund des Durchschnittsalters der Vermittler sogar noch zugenommen. Rund drei Viertel der Vermittler planen ihren Ruhestand zwischen dem 60. und 69. Lebensjahr – immerhin sind über zwei Drittel der Studienteilnehmer älter als 50 Jahre.

Fachkräftemangel mit Folgen

36 Prozent aller befragten Vermittler hoffen, dass ihre Mitarbeiter den Maklerbetrieb übernehmen, die Mehrheit kann sich jedoch eine Nachfolgeübernahme durch Mitbewerber vorstellen. Studienautoren weisen darauf hin, dass insbesondere der zunehmende Fachkräftemangel weitreichende Folgen für das Nachfolgemanagement von Versicherungsmaklern hat. Davon betroffen sind nicht nur Makler und Versicherer, sondern nicht zuletzt auch deren Kunden.

Vorsicht vor Konfliktpotenzialen

Wichtig für ein erfolgreiches Nachfolgemanagement ist neben der Ausrichtung und Ausgestaltung betreffender Betriebe, sich rechtzeitig auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger zu machen. Hier sehen rund 80 Prozent große Probleme. Vorhandenes, jedoch oft verdrängtes Konfliktpotenzial bergen hingegen die unterschiedlichen Einschätzungen des Firmenwertes und die damit verbundenen Finanzierungsschwierigkeiten für Nachfolger.

Genug Zeit einplanen

Ist ein Interessent gefunden, wünschen sich 60 Prozent eine stufenweise Übergabe ihres Unternehmens an den Nachfolger. Lediglich 52 Prozent der Befragten würden eine Einmalzahlung des Kaufpreises bevorzugen. Nur ein Drittel wäre auch mit einer Ratenzahlung oder sogar der Leibrente einverstanden. Dennoch wird mit der Nachfolgeregelung zu wenig Zeit eingeplant. Genug Zeit sollte jedoch jeder Inhaber für eine vernünftige Unternehmensnachfolge einplanen.

Die komplette Studie „Nachfolgemanagement im Maklerbetrieb“ bietet ausführliche Befragungsergebnisse und Handlungsempfehlungen für Makler und Versicherer. Erhältlich ist die Studie gegen eine Schutzgebühr von 190 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) direkt bei den Versicherungsforen Leipzig unter www.versicherungsforen.net/nachfolge.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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