Profiliert

Banken als Fintech-Supermärkte?

Online shopping, internet purchases and e-commerce concept, modern mobile phone with buy button on the screen and shopping cart full of package boxes on computer laptop keyboard banken

Werden die Banken der Zukunft Fintech-Supermärkte, die verschiedene digitale Finanz-Lösungen auf einer Plattform anbieten?

Zu diesem Fazit kamen jedenfalls rund 120 Entscheidungsträger aus dem Bereich der Banken und Fintech-Unternehmen, die sich auf der „Digital Finance Berlin“ austauschten.

Klassische Apps angeblich tot

Beispiele traditioneller Banken, die Ideen innovativer Fintechs im eigenen Portfolio integriert haben, gibt es bereits. Die Banken haben durch die Kooperation mit Fintechs die Möglichkeit, Angebote an interessanten und neuen Finanzdienstleistungen zu erweitern und sich dazu noch neue und junge Zielgruppe zu erschließen. Banken könnten dadurch immer mehr zu einem Fintech-Supermarkt werden, in dem die Kunden individuelle Finanz-Produkte und Dienstleistungen auswählen können. Fintech-Vorreiter waren bei diesem Thema überzeugt, dass die Zeit der Apps abgelaufen ist. Im Vordergrund würden künftig sprachgesteuerte Frontends und Voice Assistants stehen, wie sie bereits von Apple, Microsoft, Amazon oder Google eingesetzt werden.

Fintechs und Internet-Konzerne können Banken nicht ersetzen

Auf der Messe in der Hauptstadt ging es überwiegend um die Frage, wie die Kooperation von Fintechs und traditionellen Banken ausgebaut werden kann. Denn eines ist allen Teilnehmern klar: Kein Fintech-Unternehmen und auch kein Internet-Konzern wie Google, Amazon oder Apple ist in der Lage, Banken komplett zu ersetzen. Viel wichtiger für alle Beteiligten wäre es, wenn die Banken ihre Mentalitäten anpassen und sich auch mit eigenen technischen Infrastrukturen den Fintechs öffnen. Viele Institute haben bisher jedoch viele Trends versäumt, erkennen immer noch nicht die Notwendigkeit

Veranstalter der „Digital Finance Berlin“ waren der Company Builder FintechCube sowie die Berlin School of Digital Business. Das Meeting versteht sich als Übersetzer und Mittler zwischen den traditionellen und digitalen Finanzwelten. In diesem Jahr fanden sich doppelt so viel Teilnehmer ein, wie noch 2015, was für die Veranstalter ein Beweis ist, dass die Branche die Möglichkeiten von Kooperationen sowie die Notwendigkeit der Digitalisierung erkannt hat.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.

Send this to a friend