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Auxilia rechnet mit deutlich höheren Schadenzahlungen

Auxilia rechnet mit deutlich höheren Schadenzahlungen

Trotz Beitragsplus und ein erhöhtes Neugeschäft rechnet der Rechtsschutzversicherer Auxilia mit erhöhten Schadenzahlungen. Grund ist der VW-Diesel-Skandal – aber nicht ausschließlich.

Mit der Bilanzentwicklung ist der Versicherer durchaus zufrieden.

Positive Beitragsentwicklung erwartet

Der aktuelle Geschäftsbericht der Auxilia berichtet über ein etwa zehn Prozent höheres Neugeschäft und nennt ein Beitragsplus um 5,2 Prozent auf 99,4 Millionen Euro. Die Zahl der Verträge wuchs um ganze 4,1 Prozent auf 565.742. Davon sind 85 Prozent Privatkunden, beim überwiegenden Rest handelt es sich um kleinere bis mittlere Gewerbetreibende mit weniger als 50 Mitarbeiter. Für das laufende Geschäftsjahr wird mit erneut niedriger Stornoquote sowie einer positiven Beitragsentwicklung gerechnet.

Online-Beratungen stark angestiegen

Die Schadenquote belief sich 2017 erneut auf 69,1 Prozent, die Zahlungen für Regulierungen gingen um vier Prozent auf 55,8 Millionen Euro zurück. Die Combined Ratio konnte aufgrund einer leicht verbesserten Kostenquote auf 97,6 sinken und damit der versicherungstechnische Gewinn auf 24 Millionen Euro ansteigen. 2,1 Prozent aller Schadenfälle wurde durch Meditationen geklärt, stark angestiegen auf insgesamt 6,3 Prozent sind hingegen die Fallzahlen der Online-Beratungen.

Bilanzgewinne verbleiben beim Versicherer

Die versicherungstechnischen Reserven wurden auch in Zusammenhang mit dem VW-Diesel-Skandal um 11,8 Millionen Euro auf insgesamt 138,3 Millionen Euro angehoben. Für 2018 rechnet der Versicherer mit „deutlich steigenden“ Schadenzahlungen. Zum Bilanzstichtag erreichte die Reservequote 139 Prozent. Diese Entwicklung resultiert jedoch nicht allein aus den Schadenfällen der Diesel-Thematik, sondern wird auch durch das kräftige Wachstum der letzten Jahre sowie durch Widerrufe von Lebensversicherungen. Der Bilanzgewinn in Höhe von 4,3 Millionen Euro verbleibt beim Versicherer.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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