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Assekuranzen investieren mehr in Digitalisierung

Assekuranzen investieren mehr in Digitalisierung

Versicherungsunternehmen investierten 2017 wesentlich mehr Kapital in InsurTech-Startups als zuvor. Die Investitionen sind zum Vorjahr um rund 36 Prozent gestiegen.

Damit fördern Versicherer eine breite Technologiepalette potenzieller Anwendungen für die Branchenzukunft.

2,3 Milliarden weltweit für InsurTechs

Weltweit investierten Versicherer und Rückversicherer rund 2,3 Milliarden US-Dollar für InsurTech-Investitionen. Nach dem aktuellen InsurTech-Briefing für das vierte Quartal 2017 des Research-Unternehmens CB Insights in Kooperation mit Willis Towers Watson haben die Gesamtinvestitionen der Versicherer in innovative Startups im Vergleich zu 2016 um ganze 36 Prozent zugenommen.

Notwendigkeit der Effizienzsteigerungen

Rund 56 Prozent dieser Investitionen beziehen sich dabei auf die Bereiche der Effizienzsteigerungen, die sich auf die Wertschöpfungsketten der Versicherer konzentrieren. Größte Herausforderung der Versicherer und Rückversicherer scheint also, die Effizienz der administrativen Verwaltungskomponenten zu optimieren. Dazu gehören besonders die Bereiche Produktlieferung, Underwriting und Schadenbearbeitung.

Assekuranzen wollen Richtung vorgeben

Die Branchenführer geben dabei für alle anderen Marktteilnehmer deutliche Richtungstendenzen. 2017 wurde erkannt, dass innovative Technologien der Digitalisierung dem Geschäft nutzen und die Gewinne trotz Investitionen zum Teil deutlich anziehen können. Durch hohe Investitionen soll die Kontrolle über die technologischen Entwicklungen aufseiten der Assekuranzen verbleiben. InsurTechs orientieren sich dabei an den Bedürfnissen und dem Tempo der Versicherer – anstatt Versicherungen neu zu erfinden.

Studie zu digitalen Strategien

Grundlage der Studienergebnisse des InsurTech-Briefings war eine Innovationserhebung, zu der fast 600 Teilnehmer befragt wurden. Im Kern ging es dabei um den Grad, mit dem Unternehmen auf die disruptiven Potenziale der Digitalisierung vorbereitet sind. 75 Prozent der Befragten gaben darauf an, dass ihr Unternehmen „mäßig“ bis „extrem“ von diesen umwälzenden Technologien bedroht ist. Rund die Hälfte gab dabei an, sich mit ihrem Unternehmen bei Innovationsentwicklungen im „Mittelfeld“ zu befinden. Durchschnittlich setzen Assekuranzen 72 Prozent ihrer Innovationsinvestitionen für den schrittweisen digitalen Ausbau ein. Lediglich 28 Prozent werden in radikal verändernde Technologien investiert.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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