Produktiv

Apotheker erwarten Rund-um-Betreuung

Apotheker erwarten Rund-um-Betreuung

Apotheker stehen, wie auch alle anderen Heilberufler, unter enormen Druck. Die Versorgung der Kunden und Herstellung individueller Rezepte erfordert Zeit und Engagement. Umso wichtiger ist es für Apotheker, im Schadenfall einen kompetente Partner an seiner Seite zu wissen.

Apothekerkunden wollen nicht nur gut beraten und versichert sein, sondern im Fall eines Schadens auch kompetent betreut werden.

Profit durch Fachempfehlungen

Versichern alleine genügt nicht. Spezielle Nischenkunden wie Apotheker wollen im Schadenfall kompetent und konkret unterstützt werden. Oft wird eine proaktive Schadenregulierung unter Mitwirkung des Maklers oder Vermittlers sogar erwartet. Wer hier seinem Kunden viele Obliegenheiten und Mitwirkungspflichten abnimmt, profitiert hier unmittelbar von seinem „guten Ruf“ und entsprechenden Empfehlungen.

Apothekerschäden sind planbar

Der Versicherungsvermittler kann sich bei bestimmten Berufen auf Schadenfälle systematisch vorbereiten. Denn Apothekerschäden sind relativ selten, aber in diesen Fällen meistens planbar. Das häufigste Schadensrisiko von Apothekern sind Einbrüche zur Versorgung mit Betäubungsmitteln (BTM) und Opiaten. Um diesen meisten Fällen vorzubeugen, sollten die entsprechenden Wirkstoffe gut gesichert und verschlossen sein und außerdem eine Alarmanlage installiert werden, damit Einbrüche bereits im Ansatz scheitern.

Gemeinsames Ziel: Vermeidung von Geschäftsausfällen

Wenn es zu Einbruchsschäden gekommen ist, müssen diese umgehend beseitigt werden. Häufig sind bei Apotheken dann die Automatiktüren sowie der Safe beschädigt. Deshalb müssen umgehend Fachfirmen und Experten beauftragt werden, die am besten bereits vor dem Schadenfall dem Vermittler bekannt sind. Sollten die Kapazitäten dieser Firmen ausgeschöpft sein, sollten alternative Fachbetriebe ebenfalls bekannt sein. Entsprechende Recherchen nach dem Schadenereignis sorgen für Zeitverluste und weiteren Geschäftsausfällen.

Eigenschadenabdeckung von Mitarbeitern

Auch Fehler und Schäden von Mitarbeitern sind in Apotheken nicht selten. Wichtig ist deshalb die Eigenschadendeckung für alle angestellten Mitarbeiter. Dabei ist es wichtig, sowohl technische als auch Vermögensschäden mit einzuschließen. Auch sollten Retaxationen abgesichert sein, also wenn aufgrund von Fehlern der Apotheke Krankenkassen die Erstattung von bereits ausgegebenen Arzneimitteln verweigert, beispielsweise aufgrund von Missachtungen der Rabattverträge, fehlende Arztunterschriften oder Gültigkeitsüberschreitungen.

Besonderheiten im Apothekenalltag

Auch kann es in Apotheken zu Schäden des Kühlgutes kommen; häufig befinden sich in den Medikamenten-Kühlschränken der Apotheken hochvolatile Medikamente bis zu 100.000 Euro Wert. Wenn da aufgrund eines Fehlers, beispielsweise über Nacht, die Kühlkette unterbrochen wird, werden die betroffenen Medikamente zwangsläufig zu Versicherungsschäden. Mitversichert sollten ebenfalls Temperaturschäden sein, zu denen es außerhalb der Kühlschränke kommt. Insbesondere Impfstoffe, Onkologika oder Zytostatika sind sehr temperaturempfindlich.

Strengere Richtlinien

Zu den gefährlichsten Risiken in Apotheken gehören Hygieneschäden. Bereits ein kleiner Brandfall sorgt für kontaminiertes Löschwasser im Gebäude und seiner unmittelbaren Umgebung. Eine eigene Apotheken-Betriebsordnung regelt präzise die peniblen Hygienerichtlinien in Apotheken. Anschließende Sanierungen von Apothekenräumen müssen gemäß Norm durchgeführt werden. Sollte anschließend der zuständige Pharmazierat die abgeschlossene Sanierung nicht abnehmen, droht im schlimmsten Fall die Versagung der Betriebserlaubnis für diesen Standort.

Gute Kunden für spezielle Vermittler

Deshalb sollten spezialisierte Makler sowie Vermittler mit Apotheken-Kunden über diese speziellen Risiken Kenntnis haben und außerdem Fachbetriebe kennen, die Kenntnisse und Erfahrungen bei der Sanierung von Krankenhäusern und Apotheken haben. Vorteil des Makler-Mehraufwands ist, in Heilberufen treue Kunden zu binden, die sowohl in der Lage sind, konjunkturunabhängig ihre Prämien zu zahlen, als auch bei guter Betreuung durch ihren Vermittler kaum Interesse verspüren, diesen zu wechseln.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.

Send this to a friend