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Anteilswechsel der Roland Rechtsschutzversicherung

Anteilswechsel der Roland Rechtsschutzversicherung

Die AXA und Gothaer Versicherungen übernehmen die Anteile der Roland Rechtsschutzversicherung. Weiterhin soll die Marke Roland aber „weitgehend gleichberechtigt“ im deutschen Versicherungsmarkt geführt werden.

Die internen Strukturen sollen verschlankt werden, die Vertriebspartner bleiben bestehen.

Wichtiger Meilenstein der AXA-Strategie

Mit dem Besitzerwechsel des drittgrößten deutschen Rechtsschutzversicherers Roland stockt der AXA-Konzern seinen Aktienanteil auf 60 Prozent auf. Die Gothaer hält die restlichen 40 Prozent. Beide Eigentümer kündigten aber an, weitgehend gleichberechtigt zu agieren. Allerdings behält sich der französische AXA-Konzern das Recht vor, die Beitragseinnahme der Roland Versicherung in seiner eigenen Konzernbilanz zu konsolidieren. Der Vorstand des AXA Konzern betont, mit dieser Übernahme einen weiteren wichtigen Meilenstein im Rahmen ihrer Strategieumsetzung erreicht zu haben.

Barmenia und Basler bleiben Vertriebspartner

Der Roland-Aufsichtsrat wird sich künftig von zwölf auf neun Mitglieder verkleinern, was allerdings keinerlei Auswirkungen auf die bestehende Kooperation zwischen Roland und dem EVT der AXA haben soll. Auch bleiben Barmenia und Basler als Roland-Vertriebspartner bestehen. Als bisherige Anteilseigner steigt beide Vertriebspartner, gemeinsam mit der Braunschweiger Beteiligungs-Gesellschaft mbH und der Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherung allerdings aus.

AXA will weiter durch Rechtsschutzversicherungen wachsen

Der AXA Konzern strebt eine Reihe von Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität und des Wachstums an. So sollen Sanierungsaktivitäten weiter intensiviert werden und der Fokus verstärkt auf ertragreiche Produkte fokussiert werden. Im Geschäftsjahr 2016 konnte ein Beitragsplus von drei Prozent lediglich durch Beitragsanhebungen im Rechtsschutz sowie durch Hebung stiller Reserven in den Kapitalanlagen erzielt werden. Die Roland Rechtsschutzversicherung kam 2016 auf Brutto-Beitragseinnahmen in Höhe von 428,6 Millionen Euro.
Über einen Kaufpreis schweigen sich die Beteiligten aus. Der Wechsel ist erst nach Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) und der zuständigen Kartellbehörden abgeschlossen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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