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Amazon macht Maklern Konkurrenz

Amazon macht Maklern Konkurrenz

Der Online-Versandhändler Amazon will sein Versicherungsgeschäft ausweiten. Über Amazon Protect lassen sich Produkte, die über den Händler bestellt werden, versichern.

Damit lässt sich die Herstellergarantie bis zu fünf Jahre erweitern.

Amazon auf dem Weg zu „neuen Geschäftsfeldern“

Laut Medienberichten sucht Amazon in Großbritannien intensiv nach Fachkräften für sein Versicherungsgeschäft. Für Spekulation sorgt allerdings die Stellenbeschreibung. Dort ist die Rede, dass Amazon seine Palette an Versicherungs-Dienstleistungen erweitern will und „neue Geschäftsfelder“ erschließen möchte. Was dies nun genau bedeutet, darüber schweigt das Unternehmen.

Interessant scheinen eher Nischenbereiche

Analysten gehen davon aus, dass der Versandriese eigene Versicherungslösungen entwickeln wird und damit in Konkurrenz zu etablierten Versicherern tritt. Außerdem werden Amazons Aktivitäten als ein sicheres Zeichen für die angeblich disruptiven Tendenzen auf dem britischen Versicherungsmarkt gewertet. Allerdings wird nicht davon ausgegangen, dass Amazon in traditionellen Versicherungssparten eingreift, sondern in Nischenbereiche völlig neue Versicherungsprodukte etnwerfen würde.

Kaum Erfahrungen mit Versicherungen

Amazons Vorstoß auf den Versicherungsmarkt ist relativ neu. Erst 2016 startete Amazon Protect für Kunden in Großbritannien, weitete die Dienstleistung nach kurzer Zeit jedoch auf Deutschland, Spanien, Italien und weitere EU-Länder aus. Größter Rückversicherer, mit denen Amazon kooperiert, ist die britische Warranty Group. In Deutschland arbeitet Amazon mit der ERGO und deren Mutterkonzern Munich Re zusammen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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