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Allianz-BU-Versicherung für Schüler

Allianz-BU-Versicherung für Schüler

Die Allianz bietet seit diesem Jahr einen Berufsunfähigkeitsschutz für Kinder ab zehn Jahren – als eigenständiger Vertrag oder als Zusatzoption bestimmter Policen.

Hauptschüler zahlen dabei die höchsten Beiträge, Gymnasiasten die niedrigsten.

Zwischen 1.500 und 2.000 Euro Monatsrente

Mit der „BU Plus mit AU“ bietet die Allianz Lebensversicherungs-AG seit Anfang 2020 einen BU-Schutz für Kinder. Grundsätzlich sind die Beiträge bei einem frühen Einstieg in die lebenslange Absicherung gegen Berufsunfähigkeit (BU) eher gering – je früher der Vertrag begonnen wird und wenn der Versicherte gesund ist. Die maximale Monatsrente beträgt 1.500 Euro, kann aber optional und ohne erneute Risikoprüfung um bis zu 1.000 Euro erhöht werden.

Verdoppelung beim Start ins Berufsleben

Allerdings dürfen bei Leistungserhöhungen ohne erneute Risikoprüfung der Versicherte noch nicht berufsunfähig sein. Außerdem hält sich der Versicherer vor, bei Leistungserhöhungen von den ursprünglichen Rechnungsgrundlagen abzuweichen. Wer beispielsweise direkt nach dem Studium oder der Ausbildung in das Berufsleben wechselt, kann seine Rente – bis zur Höchstgrenze von 2.000 Euro – verdoppeln.

Keine Beitragszahlungen im Fall einer AU/BU

Die versicherte Rente wird erbracht, wenn eine lange Arbeitsunfähigkeit (AU) oder die Berufsunfähigkeit (BU) vorliegt. Wer sechs Monate krankgeschrieben ist, gilt als arbeitsunfähig und kann einen Antrag auf AU- und gleichzeitig auf BU-Rente stellen. Bei ärztlicher Krankschreibung ohne BU sind die vereinbarten Leistungen auf 24 Monate begrenzt. Eine Beitragszahlung entfällt in diesem Zeitraum.

Überprüfung der Beiträge jederzeit möglich

Die Berufsunfähigkeit liegt bei einer beruflichen Einschränkung von mindestens 50 Prozent vor. Dabei gilt für Schüler als Beruf jenes Berufsbild, welcher mit der Ausbildung, bzw. mit dem letzten angestrebten Studienabschluss vorliegt. Bei einem Wechsel der Schulform, des Ausbildungs- oder Studienbeginns, des angestrebten Berufes oder dem Start ins Berufsleben, können Versicherte jederzeit ihre eventuelle Beitragsreduzierung überprüfen lassen. Allerdings kann der Versicherer bei eventuellen Beitragsreduzierungen eine erneute Gesundheitsprüfung vornehmen.

Erhebliche Prämienunterschiede zwischen Haupt- und Oberschülern

In einem Praxisbeispiel kalkuliert der Versicherer eine 1.000 Euro-Monatsrente zum Endalter von 67 Jahren. Ein Gymnasiast in der Sekundarstufe I zahlt dafür (abzüglich der Überschussbeteiligung) einen Nettobeitrag in Höhe zwischen 48,49 Euro (Startalter 10 Jahre) bis 54,33 Euro (Eintrittsalter 15 Jahre). Hauptschüler zahlen in den gleichen Altersstufen 68,53 Euro bis 76,83 Euro.

So neu ist die Schüler-BU auf dem deutschen Versicherungsmarkt nicht. Das Versicherungsjournal ermittelte bei einem Ranking 21 deutsche Lebensversicherer, die derartige Produkte anbieten.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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