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Gute Verdienstmöglichkeiten für Versicherungs-Azubis

Gute Verdienstmöglichkeiten für Versicherungs-Azubis

Der Verdienst von Auszubildenden in der Versicherungsbranche liegt im oberen Viertel der Rangliste der bestbezahlten Ausbildungen. Durchschnittlich verdienen Versicherungs-Azubis „vergleichsweise gut“ und liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Durchschnittlich hat ein Versicherungs-Azubi im vergangenen Jahr rund 867 Euro monatlich verdient, was einen Zuwachs von 2,6 Prozent zum Vorjahr beträgt.

Repräsentative Statistik

So zumindest die aktuellen Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die jedes Jahr im Januar veröffentlicht werden. Für die Untersuchung werden Vergleichswerte aus 181 Berufen in den alten sowie 152 Berufen in den neuen Bundesländern ermittelt. Das Vergütungsniveau der neuen Bundesländer lag unverändert bei 94 Prozent der Gehälter der alten Bundesländer.

Verdienstmöglichkeiten deutlich über Bundesdurchschnitt

Somit verdienen Auszubildende im Versicherungs- und Finanzsektor vergleichsweise gut und gemäß dieser Statistik deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die höchste Vergütung findet sich jedoch im Handwerk, Spitzenreiter dort sind Stuckateure, dicht gefolgt von Betonbauern, Zimmerer sowie Maurer und Fliesen-, Platten- und Mosaikleger. Am unteren Ende der bundesweiten Rangliste finden sich Schornsteinfeger und Parkettleger. Im unteren Durchschnitt befinden sich auch Schilder- und Lichtreklamehersteller, Floristen sowie Tierwirte.

Ost und West liegen fast gleichauf

Bei den meisten Berufsbildern gibt es immer noch erhebliche Unterschiede zwischen der Vergütung in den neuen und alten Bundesländern. Anders im Bereich der Versicherungswirtschaft. Versicherungs-Azubis erhalten im Osten die vierthöchste Vergütung. An der Spitze in den neuen Bundesländern liegen die Binnenschiffer, abgeschlagen auf den letzten Plätzen die Fleischer, gefolgt von den Schornsteinfegern, Floristen sowie Parkett- und Bodenlegern.

Keine einheitliche Vergütung

Spitzenreiter hinsichtlich des Verdienstes sind immer noch die Bank-Lehrlinge, die in der BIBB-Statistik lediglich um vier Euro vor den Auszubildenden in der Versicherungswirtschaft liegen. Merkwürdig: Auszubildende zum Sozialversicherungs-Fachangestellten erhalten eine deutlich geringere Vergütung. Allerdings gibt es für alle Berufe aufgrund der branchenspezifischen und regionalen Unterschiede keine einheitliche Ausbildungsvergütung. Deshalb sind die erhobenen Zahlen nur repräsentativ und können von der tatsächlich gezahlten Vergütung erheblich abweichen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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