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Eiopa plant Rettungsschirme für Versicherungen

Eiopa plant Rettungsschirme für Versicherungen

In einigen europäischen Ländern gibt es keine geregelten Auffanglösungen für Versicherungsunternehmen. Bei finanziellen Problemen könnte dies sehr problematisch werden – für Versicherungen und Versicherte.

Die EU-Aufsichtsbehörde Eiopa möchte das nun ändern.

Rettungsschirme in Europa nur lückenhaft

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa fordert europaweite Rettungsschirme für alle Versicherungsunternehmen. Eiopa-Präsident Gabriel Bernardino kritisierte in einem Bericht der Wirtschaftswoche, dass dieses Werkzeug in einigen Ländern Europas nicht besteht. In anderen gelte ein solches Sicherungssystem nur für Lebensversicherungen.

Informations- und Mindeststandards gefordert

2018 soll deshalb ein Konzept für nationale Garantiesysteme vorliegen, an dem sich ein künftiger EU-Mindeststandard ausrichtet. Auch kritisiert Bernardino den augenblicklichen Informationsfluss zwischen den nationalen Staaten und Eiopa im Falle von Krisen. Künftig muss die Eiopa informiert werden, bevor Schäden entstanden sind. Diese Praxis sollte endlich, ähnlich wie die EU-Aufsicht der Europäischen Zentralbank, gesetzlich gewährleistet sein.

In Deutschland wurde nach der Mannheimer-Pleite vor 14 Jahren die Auffanggesellschaft „Protektor“ gegründet. Allerdings gilt diese Sicherungseinrichtung, die bisher von keinem Versicherer mehr in Anspruch genommen wurde, auch nur für Lebensversicherer.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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