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Verdi gegen Generali-Run-off

Verdi gegen Generali-Run-off

Die Gewerkschaft verdi fürchtet den geplanten Verkauf der Generali-Lebensversicherungstochter. Sollte ein branchenfremder Investor die Bestände übernehmen, würde dies einem „Dammbruch“ für die Versicherungsbranche gleichkommen.

Gewerkschaftsvertreter befürchten außerdem einen „erheblichen „Vertrauensverlust in der Bevölkerung.

Run-off würde Vertrauensverluste verstärken

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (verdi) fordert die Politik auf, den Verkauf der Lebensversicherungssparte der Generali zu verhindern. Bei den vakanten Beständen würde es sich um einen zentralen Bestandteil der betrieblichen und privaten Altersversorgung handeln. Außerdem könnte der Verkauf an „branchenfremde“ Investoren zu massiven „Vertrauensverlusten in Produkte und Kundenbeziehungen der Versicherungsbranche“ führen.

Verdi befürchtet Arbeitsplatzverluste und Auslagerungen

Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske kündigte weiterhin an, dass die Auslagerung der Bestände zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten sowie Auslagerungen führen würde, die von der Gewerkschaft nicht akzeptiert werde. Einen Verkauf der Generali-Bestände bezeichnet der Gewerkschaftsführer schon aufgrund der Gesellschaftsgröße als einen „Dammbruch für die gesamte Branche“.

Konzernleitung noch unentschieden

Bereits Ende September 2017 hatte der Generali-Vorstand angekündigt, seine Lebensversicherungstochter in den sogenannten „Run-off“ zu schicken. Allerdings hat der Konzern offenbar noch nicht darüber entschieden, ob die Bestände dabei intern verwaltet werden oder aber an eine spezialisierte Plattform verkauft werden sollen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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