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Allianz investiert in N26

Allianz investiert in N26

Der Allianz-Konzern hat in die Fintech-Direktbank N26 investiert. Das Investment ist Teil einer Digitalisierung-Offensive der digitalen Unternehmenseinheit Allianz X. Ein Wagnis, das sich lohnen könnte.

Neben der Allianz ist das chinesische Unternehmen Tencent Holdings mit einem größeren Volumen beteiligt.

Umgerechnet wurden 130 Millionen investiert

Im Rahmen einer Series C Finanzierungsrunde wurden umgerechnet rund 130 Millionen Euro in die Direktbank N26 investiert. Das Berliner Fintech, das im Januar 2015 an den Markt gegangen ist, soll bereits mit über 380 Mitarbeiter mehr als 850.000 Kunden in 17 europäischen Märkten betreuen. Angeführt wurde das jüngste Investment von Allianz X und der chinesischen Tencent Holding Ltd.

Allianz als Wagnis-Kapitalgeber

Die Allianz X ist eine eigenständige und digitale Investmenteinheit der Allianz Gruppe. Gegründet wurde die Einheit im September 2016 im Rahmen der unternehmensweiten Digitalisierungs-Offensive zur Förderung neuer Geschäftsmodelle für Fin- und Insurtechs. Ende 2017 wurde eine neue Strategie für Allianz X ausgegeben: Anstatt Entwicklungshelfer für junge Unternehmen will Allianz X nunmehr als Wagnisfond für digitale Themen agieren.

Weixin-Betreiber investierte mehr

Die Tencent Holding ist ein chinesischer Pionier und Marktführer für soziale Medien, Online Gaming, digitale Inhalte und Mobilpayment. Tencent betreibt unter anderem die Plattform Weixin mit einer Milliarde aktiver Nutzer pro Monat. Hinsichtlich der Marktkapitalisierung ist die Tencent Holding eines der weltweit wertvollsten Technologieunternehmen.

N26 auf dem Sprung nach GB und USA

In einer ersten Finanzierungsrunde, bei der auch Paypal-Gründer Peter Thiel mitmischte, konnte N26 bereits zehn Millionen Euro sammeln. In der darauf folgenden Serie B gelang es unter Mitwirkung diverser Risikokapitalgeber, 40 Millionen Euro zu kassieren. Geld, zur Umsetzung der geplanten Wachstumsstrategie und Erschließung neuer Märkte in den USA und Großbritannien. Bei der aktuellen Transaktion handelt es sich um die bisher größte Eigenkapitalfinanzierung auf dem deutschen Fintech-Sektor. Ziel von N26 ist es, bis Ende 2020 über mindestens fünf Millionen Kunden zu verfügen.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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