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Weniger Krankmeldungen in 2017

Weniger Krankmeldungen in 2017

Alljährlich präsentiert das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) die Auswertungen der Krankenkassen zum Krankenstand der Nation. Demnach war jeder Arbeitnehmer im vergangenen Jahr 2017 durchschnittlich im Jahr 15 Tage krank.

Größere Unterschiede gab es hingegen bei den Berufsgruppen und den hauptsächlichen Krankheitsursachen aller analysierten Krankschreibungen.

Hälfte meldet sich nie krank

Der größte Unterschied besteht zwischen Kranken und Nichtkranken. Denn die Hälfte aller gesetzlich Versicherten meldete sich laut dieser Studie keinen einzigen Tag krank. Die andere Hälfte war über das ganze Jahr durchschnittlich 15 Tage krankgeschrieben. Ein allgemeiner Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Tagen.

Post hat größten Krankenstand

Die Berufsgruppe mit der häufigsten Krankmeldungen ist die der Post- und Paketzusteller. Im Schnitt meldete sich diese Gruppe 22,8 Tage im Jahr krank. Hierbei handelt es sich aber auch um eine Berufsgruppe, die fast ausschließlich den Wettereinflüssen unterliegt. Angestellte von Zeitarbeitsfirmen, die ebenfalls häufig als Saison- und Leiharbeiter eingesetzt werden, meldeten sich im Durchschnitt 20,3 Tage krank. Es folgen die Angestellten der Stadtreinigung, Bauarbeiter im Straßenbau sowie Fahrer im öffentlichen Güter- und Personenverkehr (19,4 Tage).

Chefs und Vorstände melden sich kaum krank

Schlusslicht bilden die Geschäftsführer, Vorstände und Professoren mit lediglich fünf Fehltagen pro Jahr, gefolgt von Ärzten und Zahnärzten (8 Tage). Die Branche mit den wenigsten Krankmeldungen sind Verlage und Medien (12,3 Tage), gefolgt von Kredit- und Versicherungsgewerbe (12,3 Fehltage).

Brandenburger sind am häufigsten krank

Hauptursache von Krankmeldungen waren Depressionen (1,1 Tag), Atemwegserkrankungen, Erkältungen und grippale Infekte (1 Tag) sowie Rückenschmerzen (0,8 Tage). Auch regionale Unterschiede wurden von der Studie dokumentiert. So waren die Krankenversicherten des Bundeslandes Brandenburg mit 14,3 jährlichen Fehltagen am häufigsten krank. Baden-Württemberg bildet mit 10,9 Krankheitstagen das regionale Schlusslicht.

2016 gab es mehr Krankmeldungen

In diese Studie eingeflossen wurden nur alle durch Krankschreibung erfassten Erkrankungen. Für die Studie verantwortlich zeichnet sich das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK). Bereits im vergangenen Jahr wurde durch das IW die Krankmeldungen der Republik analysiert. 2016 kam es demnach zu durchschnittlichen 17,3 Krankheitstagen pro Jahr und Kopf.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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