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Whistleblower nutzen Bafin-Meldestelle

Whistleblower nutzen Bafin-Meldestelle

Rund ein Jahr nach Einrichtung einer staatlichen Anlaufstelle für Whistleblower zieht die zuständige Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eine positive Bilanz.

Rund 400 Hinweise sogenannter Whistleblower sind bisher bei der zentralen Meldestelle eingegangen.

Auch Hinweise bedeutsamer Information

Dieses Meldeaufkommen würde belegen, dass die Bafin-Hinweisgeberstelle angenommen wurde. Unter denen „in Qualität und Gehalt sehr unterschiedlichen Hinweisen“ gebe es für die Aufsicht bedeutsame Informationen, wie Exekutivdirektorin Béatrice Freiwald einräumte. Die Juristin führt den seit März 2016 neu geschaffenen Bereich „Innere Verwaltung und Recht“.

Nur 60 Hinweise waren unbrauchbar

Dabei ging es bei rund einem Viertel dieser Hinweise um mutmaßliche Verstöße von Banken und im Finanzvertrieb. Fast die Hälfte aller Hinweise gab es zu Finanzgeschäften, deren Anbieter möglicherweise nicht über die notwendigen Zulassungen verfügen. In rund 60 dieser insgesamt 400 Fälle war die Bafin entweder nicht zuständig oder die Hinweise hielten einer ersten Prüfung nicht stand.

Hoffen auf mehr Hinweise und Erkenntnisse

Die Behörde erhofft sich von der Meldestelle, mehr Erkenntnisse über Verstöße und Straftaten auf dem Finanzsektor zu erlangen. Die Identität der Whistleblower (Informanten) wird dabei von der Bundesbehörde geschützt. Somit wären sichere Rahmenbedingungen vorhanden, damit sich auch Personen mit wichtigem Wissen vertrauensvoll an die Bafin wenden.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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