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Verunsicherung bei Kunstsammlern

Verunsicherung bei Kunstsammlern

Enorme Verunsicherung in der deutschen Kunstszene: Das neue Kulturgutschutzgesetz wird als Angriff auf das Privateigentum verstanden, deren Auswirkungen unversicherbar sind.

Allgemein gilt die Nischensparte Kunst für Versicherer als schwierig. Das neue Gesetz sorgt für weitere Komplikationen.

In Kunst wird diskret investiert

Kunst ist immer schon für Kapitalanleger interessant; nicht nur in Niedrigzinszeiten. Allerdings gibt es vom Kunstmarkt nur Trends und Tendenzen. Es fehlen verlässliche Daten und Tendenzen zum Kunstrisiko oder zum Kunstmarkt allgemein, was Risikoabwägungen und Einschätzungen durch Versicherer sehr schwierig macht. Insbesondere, weil wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen sich deutlich auf den Kunstmarkt auswirken, diese Veränderungen aber eher unvorhersehbar und unkalkulierbar sind. Denn ein Merkmal der Kunstszene ist, dass sich die Akteure ungern in die Karten schauen lassen und Geschäfte nicht selten intransparent bleiben.

Sammler erwarten individuelle und persönliche Beratung

Offenbar scheint der Kunsthandel in Deutschland das Internet für Teufelszeug zu halten. Die Digitalisierung scheint für diese Branche eine größere Herausforderung zu sein, als für den Banken- und Finanzsektor. Im Zuge der Digitalisierung für den Kunstmarkt neue Produkte zu entwickeln, scheint eine der größten Herausforderungen zu sein, vor der die Versicherungsbranche steht. Fachleute und Branchenkenner betonten dabei stets, dass der Bereich der Kunstversicherungen immer ein People-to-People-Business war und auch noch sehr lange bleiben wird. Sammler, die eine emotionale Bindung zu ihren Objekten aufbauen, erwarten deshalb auch immer eine individuelle Beratung bezüglich einer Absicherung.

Marktumfrage will Orientierung bieten

Viele Kunstsammler lagern als Reaktion auf das neue Kulturgutschutzgesetz Teile oder komplette Sammlungen ins Ausland aus. Doch vor Verlusten durch Gesetze gibt es keine Versicherungspolice. Am 29. Juli erscheint zu diesem Thema die Marktumfrage des Versicherungsmagazins (Heft 7/2017), die aktuelle Entwicklungen und Trends aufzeigt und neue Ansätze und Aspekte für den Versicherungsmarkt bieten will.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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