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Versicherte fordern Qualitätssiegel für Apps

Versicherte fordern Qualitätssiegel für Apps

Immer mehr Deutsche wechseln vom Internet-Browser zur App – und wünschen sich ein Sicherheits- oder Qualitätssiegel, um sich im zunehmenden Angebot zurechtzufinden.

Fachleute meinen außerdem, ein Siegel könnte Vertrauen bilden und Umsätze generieren.

Basierend auf der Studie „Digitale Versicherung 2017“

Die meisten Bundesbürger nutzen und vertrauen den bekannten Apps uneingeschränkt. Bei weniger bekannten Apps, wie von Versicherungen und Fin- und InsurTechs, besteht aber schon aufgrund des vielfältigen und verwirrenden Angebots Skepsis. 78 Prozent aller Internetnutzer sollen sich deshalb für ein staatliches Siegel ausgesprochen haben, um sichere Apps und seriöse Angebote schneller zu erkennen. So jedenfalls die Ergebnisse der Studie „Digitale Versicherung 2017“, die im Auftrag des IT-Dienstleisters „Adcubum“ unter über 1000 Bundesbürgern durchgeführt wurde.

Viele Nutzer – unterschiedliche Interessen

Dabei wurde auch nach speziellen Dienstleistungen und Angeboten gefragt, die für die meisten Nutzer von Interesse sind. Dabei stellte sich heraus, dass ganze neun von zehn Befragten sich lediglich einen Online-Zugang wünschen, um Adressen oder andere Daten bei ihrem Versicherer zu ändern. Sieben von zehn Kunden würden sich hingegen wünschen, durch einen anonymen Schnelltest feststellen zu können, ob eine eventuelle Vorerkrankung einem Versicherungsabschluss entgegen steht. Und mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich, per Text- oder Video-Chat über Versicherungsleistungen beraten zu werden.

Datenübermittlung ist nicht gleich Datenübermittlung

Den meisten geht es beim Qualitäts-Siegel jedoch darum, einen Anbieter zu finden, dem hinsichtlich der Datenübermittlung vertraut werden kann. Denn, wie Holger Rommel von Adcubum richtig erkannte, ist es durchaus ein Unterschied, ob man sich mit Freunden online über die neuesten Automodelle austauscht – oder aber mit dem Versicherungsmakler über die eigene Altersvorsorge.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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