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Versicherte erkennen Digitalisierungs-Rückstand

Versicherte erkennen Digitalisierungs-Rückstand

Die deutschen Versicherer haben den Trend zur Digitalisierung als Notwendigkeit erkannt und sehen sich gut aufgestellt – aber sind ihre Kunden auch dieser Meinung?

Eine Studie des Softwareherstellers Adcobum befragte Bundesbürger zum Thema „Digitale Versicherung 2017“.

Mehrheit ist von Versicherungen enttäuscht

So ist eine große Mehrheit von 57 Prozent der Meinung, dass die deutschen Versicherungsunternehmen noch immer nicht im digitalen Zeitalter angekommen sind. Unter den jüngeren Befragten bis 34 Jahren sind sogar ganz 74 Prozent dieser Meinung. In dieser Altersgruppe vermissen 72 Prozent von ihren Versicherungen digitale Anwendungen, um bei Schadensfällen Rechnungen einzureichen oder Fotos hochzuladen. Unter allen Befragten sind mehr als die Hälfte von den Smartphone-Apps und Online-Portale ihrer Versicherer enttäuscht.

Kunden sehen auch Makler in der Pflicht

72 Prozent der Studienteilnehmer würden sich wünschen, dass die Versicherungen ihre Außendienstmitarbeiter technologisch besser ausrüsten würden. Vielfach wären die persönlichen Ansprechpartner der Versicherten nicht auf dem Stand der Technik, würden immer noch mit Papier und Kugelschreiber arbeiten und wären deshalb nicht in der Lage, Informationen auf Abruf zu liefern. Wenn sich auch Makler auf die Digitalisierung einstellen, würden beide Seiten profitieren.

Kundeninteressen sorgen für Mehrwert

Adcobum-Vorstand Holger Rommel betont im Branchenfachmagazin Pfefferminzia, dass industrialisierte Prozesse und guter Kundenservice kein Widerspruch sein muss. Voraussetzungen innovativer Digitalisierung ist jedoch, dass dabei die Kunden und nicht Kostenersparnis im Vordergrund steht. Nur dann sei es möglich, so Rommel, einen echten Mehrwert zu schaffen von dem beide Seiten profitieren.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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