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Mehr Transparenz für Schadenfreiheitsrabatte

Mehr Transparenz für Schadenfreiheitsrabatte

Eine Gruppe von Versicherungsmaklern fordert in einem offenen Brief von Versicherern eine Datenbank für Schadenfreiheitsrabatten. Diese würden kaum bestehen und von den Gesellschaften angeboten.

Die Makler sind unzufrieden, ruhende und auch aktive Rabatte stets mühsam erfragen zu müssen.

Zeitinvestitionen für SFR-Recherche

Die Gruppe um Makler Jürgen Bechstein aus Wiesbaden hat sich über Facebook gefunden und organisiert. Beklagt wird, dass ständig Innendienstmitarbeiter alle bestehende und auch abgelaufene Verträge mühsam sichten, um die Schadenfreiheitsrabatte (SFR) ihrer Kunden geltend machen zu können. Bei Kunden mit zahlreichen ehemaligen Versicherungsnummern kann dies sehr viel Zeit beanspruchen.

Ermittlung von Rabatten unnötig kompliziert

Vielfach gab es auch verschiedene Verträge bei verschiedenen Maklern oder Versicherern. Dazu könnte noch kommen, dass sich Anschriften verändert haben und von den Versicherern nicht aktualisiert wurden. Oder, dass Versicherer durch interne Änderungen über mehrere Kundennummern eines Versicherten verfügen – was die Suche nach Rabatten wiederum verkompliziert.

Vereinheitlichung dringend erwünscht

Die Versicherungsunternehmen sollen bewegt werden, eigene Konzepte für eine Vereinheitlichung zu entwickeln. So sollte es über die Kundenportale der Versicherer ersichtlich sein, welche SFR den Kunden zugeordnet ist, welche aktiv, welche ruhen und wie lange diese gültig sind. Außerdem sollte klar ersichtlich sein, wie hoch genau der entsprechende GDV-Rabatt und wie hoch die eventuelle Sondereinstufung durch den Versicherer ist.

Optimaler wäre jedoch eine Hinterlegung des SFR beim Zentralruf der Autoversicherer, wo bereits seit über 40 Jahren im Schadensfall Auskünfte über die gegnerische Haftpflichtversicherung einzuholen ist. Der offene Brief liegt allen Kfz-Fachabteilungen deutscher Versicherer sowie dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vor.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

1 Kommentar

  1. Das ist doch mal ein guter Ansatz. Die Suche nach noch vielleicht bestehenden SFR kostet nämlich nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Nerven. Außerdem ist der Innendienst nicht bei jeder Gesellschaft kooperativ. Die Idee mit der Hinterlegung beim Zentralruf der Autoversicherer halte ich für optimal.

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