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Leinen los: Der perfekte Versicherungsschutz für Bootsbesitzer

Leinen los: Der perfekte Versicherungsschutz für Bootsbesitzer

Auf rund 370.000 schätzt der Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V. die Zahl der Sportboote in Deutschland. Daneben tummeln sich eine Million Segler und 1,2 Millionen Motorbootfahrer auf den Gewässern. Was viele nicht wissen: Im Schadensfall springt die private Haftpflichtversicherung nicht ein. Bootsbesitzer sollten deshalb zwei zusätzliche Versicherungen abschließen. Eine Bootshaftpflichtversicherung und eine Kaskoversicherung.

Deckungssumme von 5 Millionen Euro

Die Kaskoversicherung kommt für Schäden am eigenen Boot auf, während die Bootshaftpflichtversicherung für Schäden aufkommt, die durch das Boot bei Dritten verursacht wurden. Die Bootshaftpflichtversicherung ist daher unverzichtbar, denn sie sichert ein existenzielles Risiko ab. Boote oder Yachten, die mit einem Segel oder einem Motor angetrieben werden, benötigen diesen Schutz. „Die Deckungssummen sollten mindestens 5 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden betragen“, rät Bianca Boss, vom Bund der Versicherten e.V. (BdV).

Bei der Bootshaftpflichtversicherung sollten die Versicherten auch auf weitere wichtige Extras achten. Hierzu zählt etwa die Forderungsausfalldeckung, bei der die eigene Bootshaftpflichtversicherung für Schäden aufkommt, die durch einen Dritten verursacht wurden, der den Schaden aber nicht oder nur teilweise ersetzt. Die zu zahlende Versicherungsprämie hängt von der gewählten Deckungssumme und der Motorstärke bzw. der Segelfläche ab.

Wann die private Haftpflichtversicherung einspringt

Nicht für jedes Boot muss eine Bootshaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Schäden, die mit einem Paddel-, Ruder- oder Tretboot verursacht werden, sind in der Regel über die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt.

Das Kleingedruckte lesen

Für selber verursachte Schäden am eigenen Boot kommt eine Kaskoversicherung auf. „Damit es im Schadensfall keine Probleme gibt, ist der Blick ins Kleingedruckte besonders wichtig“, erläutert Bianca Boss. „Der Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit sollte unbedingt vereinbart sein.“

Ein umfangreiches Merkblatt zum Thema Bootsversicherung kann hier heruntergeladen werden.

Rebecca Schwab, Jahrgang 1988, ist ausgebildete Online-Redakteurin.
Seit Mai 2016 ist sie für den Finanz- und Versicherungsverlag tätig.

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