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Keine Trendumkehr bei den Ideal Versicherungen

Keine Trendumkehr bei den Ideal Versicherungen

Weiterhin rote Zahlen für die Ideal Versicherungen. Obwohl das Geschäft mit dem Leben floriert, bleibt Komposit weiterhin im Verlustbereich. Das Minus belief sich im vergangenen Jahr bereits auf 5,4 Millionen Euro.

Jeder Euro Beitrag kostet den Ideal-Versicherungen etwa 30 Cent Verlust.

Gestiegener Netto-Überschuss

Damit wird der bereits auf 11,73 Millionen Euro aufgelaufene Bilanzverlust auf neue Rechnung vorgetragen und von der Ideal Lebensversicherung a.G. als Obergesellschaft übernommen. Dennoch weist dieses Ergebnis mit höheren Kapitalanlageergebnis einen auf 35,8 Millionen Euro gestiegenen Netto-Überschuss aus.

Rechtsschutz-Sparte belastet Bilanzen

Wie im erst vorgestellten Geschäftsbericht für das Jahr 2016 mitgeteilt wurde, belastet auch noch die Sparte Rechtsschutz die Bilanzen; hier allerdings aufgrund noch nicht geschlossener Altschäden. Die Abteilung Rechtsschutz macht 34,4 Prozent des Gesamtgeschäfts aus (mit 5,3 Millionen Euro Prämie).

Maßnahmen werden nun ergänzt

Der Versicherer weist spartenübergreifend eine Netto-Schadenquote von 76,9 Prozent aus. Dazu kommt noch ein negatives Abwicklungsergebnis von 29,4 Prozent der Eingangsrückstellungen. Der Vorstand weist dabei darauf hin, dass aufgrund dieser Entwicklung ein externer Dienstleister mit der Ursachenanalyse beauftragt wurde. Der bereits im vergangenen Jahr umgesetzte Maßnahmenkatalog sei deshalb um weitere Details ergänzt worden. Man sei bei den Ideal Versicherungen davon überzeugt, dass die Effekte dieser eingeleiteten Maßnahmen bereits im kommenden Geschäftsjahr bereits und sich dadurch die Schadensituation in der Sparte Rechtsschutz sukzessive verbessern wird.

Jahresfehlbetrag wird wohl geringer ausfallen

Hoffnungen, die bereits im vergangenen Jahr geäußert wurden. Und in denen sich ein Risiko verbirgt. Denn sollten die Maßnahmen erst später als erwartet die volle Wirkung entfalten, dann besteht das Risiko einer weiteren, notwendigen Kapitalerhöhung. Schließlich muss weiterhin die Solvenz gesichert sein. 2016 konnte das Eigenkapital um fünf Millionen Euro aufgestockt werden, doch der anschließende Jahresverlust fraß die Zulage bereits weg. Erwartet wird für 2017 ein weiter steigendes Neugeschäft und die Wiederaufnahme des Wachstumskurses im Bestand, Aufgrund einer erhöhten Zuführung zur Schwankungsrückstellung wird erneut mit einem Jahresfehlbetrag gerechnet, der jedoch nach Prognose wesentlich geringer ausfallen kann.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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