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Die wirtschaftliche Attraktivität des Versicherungsvertriebs

Die wirtschaftliche Attraktivität des Versicherungsvertriebs

Der Branchenverband BVK hat Untersuchungen angestellt, ob das Geschäft des Versicherungsvermittlers heute noch Zukunft und Attraktivität für den beruflichen Nachwuchs bietet. Basis für entsprechende Trends bietet auch die „BVK-Strukturanalyse“.

Dabei geht es unter anderem um die erwartbaren Umsätze und Gewinnen von Ausschließlichkeits-, Mehrfachvertretern sowie Maklern.

Bezahlung zwischen Vorstellung und Realität

Der Bundesverband deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hat dazu Vermittlerbetriebe analysiert und geprüft, wie deren Wirtschaftlichkeit aussieht. Die Untersuchungen liefern insbesondere jungen Schulabgängern eine Vorstellung, was im Versicherungsvertrieb unter einer realistischen Bezahlung zu verstehen ist und wie weit Realität und Vorstellung auseinander liegen.

Unterstützung der Versicherer lässt immer mehr nach

Rund ein Drittel der analysierten Ausschließlichkeits- und Mehrfachvertreter und 40 Prozent aller Versicherungsmakler erzielen weniger als 100.000 Euro Umsatz. Die Studienautoren stellen fest, dass es sich bei Betrieben mit derartig geringen Umsätzen eigentlich nur um unrentable Kleinbetriebe handeln kann. Einer der Gründe für derartige Umsatzzahlen ist auch die Tatsache, dass heute Kleinstunternehmen unzulänglich oder gar nicht mehr von Versicherern und Großvertrieben unterstützt werden. Voraussetzungen, mit denen heute kaum noch Berufseinsteiger zu locken sind.

Branche kämpft um Nachwuchs

Deshalb kämpfen Versicherungsvertriebe heute förmlich um den beruflichen Nachwuchs im Versicherungsvertrieb. Im Vergleich zu früheren Zeiten bieten die Vertriebe wesentlich attraktivere Konditionen, manche Firmen würden ihren Azubis sogar Firmenwagen anbieten, um sie zu binden – was in anderen Branchen absolut unüblich ist.

Dennoch dürften diese Kämpfe ihren Höhepunkt hinter sich zu haben. Denn vieles spricht dafür, dass die abnehmende Anzahl von Vermittlervertriebe die Einnahmesituation aktiver Vermittler zunehmen wird. Die positive Prognose wird sich dann wieder in zwei Jahren abbilden. Dann wird es eine neue „BVK-Strukturanalyse“ geben, nachdem rund 4.000 Vermittlerbetriebe von den Professoren Matthias Beenken und Michael Radtke von der Fachhochschule Dortmund befragt wurden.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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