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BU-Schutz bleibt unattraktiv

BU-Schutz bleibt unattraktiv

Die Absicherung für den Berufsschutz gehört nicht gerade zu den beliebtesten Versicherungen. Aber nicht nur bei Kunden, auch bei den Versicherungsmaklern stehen BU-Tarife nicht besonders hoch im Kurs – insbesondere Starter-BU-Tarife.

Aber gerade die Quoten der BU-Policen für junge Leute befinden sich in einem niedrigen Niveau.

Anteil der Nichtversicherten bleibt hoch

Nach einer repräsentativen Umfrage der Hannoverschen Versicherung, die Mitte 2016 durchgeführt wurde, sind ganze 76 Prozent der 18- bis 29-jährigen nicht gegen den Verlust der Erwerbsmöglichkeit durch Krankheit oder Unfall abgesichert. Aber auch in der Gruppe der 30- bis 39-jährigen sind 71 Prozent nicht gegen Berufsunfähigkeit abgesichert. In den höheren Altersgruppen steigt der Anteil der Nichtversicherten noch weiter.

Bestimmte Berufe müssen auf Schutz verzichten

Vielen ist der Berufsunfähigkeitsschutz zu teuer – andere verstehen nicht, dass die Notwendigkeit der BU-Vorsorge existenziell ist. Deshalb bieten die meisten BU-Versicherer sogenannte BU-Starter-Tarife an. Bei der Hannoverschen können Versicherte bis 35 Jahre diesen Tarif wählen und zahlen dann während der ersten fünf Jahre lediglich die Hälfte der Versicherungsprämie. Sollte sich der Versicherte anschließend immer noch in Ausbildung oder Studium befinden, kann diese Starter-Phase auf weitere fünf Jahre verlängert werden. Schornsteinfeger, Kfz-Mechaniker und weitere bestimmte Handwerker haben diese Möglichkeit jedoch nicht, da bestimmte Berufe zu risikoreich sind und ein Berufsunfähigkeitsschutz deshalb von den Gesellschaften verweigert wird.

Ohne umfangreiche Beratung keinen optimalen BU-Schutz

Versicherte sollten sich aber im Klaren sein, dass sich nach der Starter-Phase der Tarif enorm verteuern kann. So sollte ein 25-jähriger nach sechs Jahren mit einer Prämienerhöhung von rund 177 Prozent rechnen. Verbraucherschützer raten dennoch zu diesen Tarifen, da die Starter-Phase aufgrund der Ersparnis äußerst attraktiv ist. Allerdings sollten Versicherte sicherstellen, dass der Tarif eine Nachversicherungsgarantie umfasst, damit sich nach der Ausbildung, sobald das Einkommen ansteigt, sich die Rente ohne Gesundheitsprüfung erhöhen lässt. Wichtig für die ideale BU-Absicherung ist aufgrund der Komplexität jedoch eine umfangreiche und kompetente Beratung durch einen Versicherungsmakler oder Vermittler.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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