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AXA-US-Geschäft wird auf Börsengang getrimmt

AXA-US-Geschäft wird auf Börsengang getrimmt

Der Versicherer AXA strebt den Umbau seines US-Geschäfts durch einen Börsengang an. Damit soll der geplante Unternehmensumbau in Kokurrenz zur Allianz vorangetrieben werden und gelingen.

Das hat das Versicherungsunternehmen am vergangenen Mittwoch in Paris mitgeteilt.

Börsengang nicht vor Anfang 2018

Aus strategischen Gründen kombiniert der französische Versicherer dazu sein amerikanisches Lebensversicherungs- und Spargeschäft mit seinen Beteiligungen des Vermögensverwalters Alliance Bernstein. Bis Mitte 2018 will die AXA jedoch einen Minderheitsanteil davon bei Investoren platzieren. Nach Recherchen des „Wall Street Journal“ soll die für diesen Börsengang vorgesehene Sparte über einen Gesamtbuchwert von 15 Millionen Euro verfügen. AXA-Chef Thomas Buberl macht den geplanten Börsengang jedoch von Marktbedingungen abhängig und hält diesen deshalb nicht vor Anfang 2018 für realistisch.

Rückkäufe sollen Kurs stabilisieren

Buberl, der erst seit 2016 den Versicherer führt, möchte durch weitere Aktienrückkäufe einen schwachen Aktienkurs stabilisieren. Das geplante Rückkaufprogramm soll sich auf bis zu 37 Millionen Aktien beziehen, was lediglich einem Gesamtanteil von 1,5 Prozent entspricht, bzw. einem Volumen von rund 900 Millionen Euro (gemäß aktuellem Aktienkurs).

Der Konzern selbst sei jedoch auf einem stabilen Weg, die avisierten mittelfristigen Ziele zu erreichen. Dem Konzern gelang es, im ersten Quartal 2016 den Umsatz bei 31,7 Milliarden Euro zu halten und seine Marge im Bereich des Lebensversicherungs-Neugeschäfts leicht zu steigern.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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