Produktiv

Rettungsversuche für die Volz Software GmbH

Ende für die Volz Software GmbH

Aus einer amtlichen Mitteilung geht hervor, dass der Dienstleister Volz Software GmbH insolvent ist. Die vorläufige Verwaltung des Vermögens ist angeordnet worden.

Somit verabschiedet sich der nächste Maklerdienstleister vom Markt.

Pleiteserie von Maklerdienstleistern

Im August 2013 musste bereits das Softwarehaus Assapp Insolvenz anmelden, 2014 stellte dann die Buchholz Software GmbH aus Tangermünde ihren Geschäftsbetrieb ein. Im April 2016 strich dann schließlich die Servicegesellschaft für freie Vertriebe ASG AssecuranzService GmbH & Co. KG ihre Segel.

Softwareentwickler für Makler und Maklerpools

Die Hamburger Volz Software GmbH hatte bisher Lösungen in den Bereichen Online-Bestandsführung, Assekuradeursleistungen und Backoffice-Arbeiten für Versicherungen, Außendienstler, Makler und Maklerpools entwickelt und vertrieben. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dominik Montag ernannt.

Als Nachtrag eine aktuelle Pressemitteilung:

Ulm/Hamburg, 27. Juni 2017. Das Amtsgericht Ravensburg hat gestern das vorläufige Insolvenzverfahren über die Volz Gruppe AG sowie deren Tochtergesellschaft, die Volz Vertriebsservice GmbH, eröffnet. Als vorläufige Insolvenzverwalter bestellte das Gericht die beiden Sanierungsexperten Michael Pluta und Michael Wahl von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH. Michael Wahl betreut die Volz Gruppe AG, Michael Pluta ist für die Tochtergesellschaft verantwortlich. Bereits am 22. Juni hatte das Amtsgericht Hamburg die vorläufige Insolvenz für die Volz Software GmbH eröffnet, ebenfalls ein Tochterunternehmen der Volz Gruppe. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dominik Montag von der Sozietät KÜBLER bestellt, der ebenfalls über eine langjährige Erfahrung bei der Restrukturierung von Unternehmen verfügt.

Die Volz Gruppe ist ein Finanzlogistiker für Versicherer, größere Vertriebe und Wirtschaftsunternehmen. Insgesamt arbeiten für die drei Gesellschaften über 70 Mitarbeiter an den Standorten in Weingarten und Hamburg. Die Insolvenzverwalter haben sich bereits einen ersten Überblick über die Lage verschafft. Der Geschäftsbetrieb wird an den Standorten vollumfänglich fortgeführt. Zudem werden sämtliche Aufträge und Dienstleistungen wie gewohnt ausgeführt. Für die Mitarbeiter wurde bereits die Insolvenzgeldvorfinanzierung in die Wege geleitet. Damit sind die Gehälter der Mitarbeiter für drei Monate gesichert.

Ursache der Insolvenz ist der Wegfall eines Großkunden. Die vorläufigen Verwalter sind optimistisch, dass es gelingt, die Gesellschaften zu sanieren. „In den kommenden Wochen werden wir intensiv die Sanierungsmöglichkeiten prüfen und Maßnahmen umsetzen, damit die Unternehmen eine Zukunftsperspektive haben“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Pluta. Dominik Montag ergänzt: „Die Volz Gruppe hat in der Branche einen guten Ruf. Wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, besteht eine realistische Zukunftschance.“

Die Unternehmen der Volz Gruppe helfen Versicherern, Finanzvertrieben sowie Finanz- und Versicherungsmaklern bei der Steigerung der Produktivität, etwa durch intelligente Optimierungslösungen für den Vertrieb. Dazu bietet Volz Software leistungsfähige Programme für die Backoffice- und Vertriebs-Funktionen, etwa für die Bestandsverwaltung und die Provisionsabrechnung. Die Volz Vertriebsservice GmbH übernimmt umfangreiche Back Office Tätigkeiten sowie administrative Aufgaben zur Entlastung der Kunden. Volz steht für Qualität beim Vertrieb von Finanzdienstleistungen. Zu den Kunden zählen eine Reihe namhafter Versicherer.

gelernter Journalist und MM-Prod.(FH), Jahrgang 1971, seit Dezember 2015 Redaktionsmitglied der proVision.

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